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Pflegedirektor skizziert Vorstellungen

UKGM Pflegedirektor skizziert Vorstellungen

Anderthalb Jahre leitete Ruben Müller kommissarisch das Amt des Pflegedirektors am UKGM. Nun übergab er auch symbolisch den „Staffelstab“ an seinen Nachfolger Michael Reinecke.

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Der kaufmännische Geschäftsführer Dr. Holger Thiemann (rechts) begrüßte den neuen Pflegedirektor Michael Reinecke.

Quelle: Peter Gassner

Marburg. Der ärztliche Direktor für Marburg, Prof. Jochen Werner ehrte Müller für seine über dreißigjährige Arbeit am Universitätsklinikum. 1975 hatte er erstmals in der Urologie gearbeitet und war seit 1983 in der Pflege tätig. Seit Januar 2012 war er schließlich kommissarischer Pflegedirektor, bevor er vor sechs Wochen durch Reinecke abgelöst wurde. Der gebürtige Marburger Müller, der betonte, dass ihm der Abschied nicht leicht falle, wechselt zum 1. November als Pflegedirektor nach Celle. Laut Werner verliere das UKGM damit nicht nur „wichtige Expertise, sondern auch einen beliebten Kollegen“.

Reinecke war zuletzt in Göttingen ebenfalls über 30 Jahre lang an einem Universitätsklinikum beschäftigt. Dies sei eine Parallele, die beide verbinde, stellte der kaufmännische Geschäftsführer Dr. Holger Thiemann fest. In der heutigen Zeit sei eine solche Ausdauer und Konstanz am Arbeitsplatz bemerkenswert. In Göttingen hatte Reinecke seit 1982 gewirkt und dort seit 2002 den Posten des Pflegedirektors übernommen.

Reinecke: „Es bedarf intelligenter Konzepte“

Gerade für die Pflege ergebe sich eine große Herausforderung aus dem „hochdynamischen Leistungssystem“, dem ein Krankenhaus unterworfen sei, so Thiemann. Von der jeweils aktuellen Patientenzahl hänge ab, welche Belastung sich für das Personal ergebe. Dies sei nicht immer leicht zu planen.

Dem stimmte auch Reinecke selbst zu. Die Situation in der Pflege sei so, dass viele Mitarbeiter auch mal am Anschlag arbeiten müssten. Daher bedürfe es „intelligenter Konzepte“, für die die Voraussetzungen sicherlich schwierig seien. Wenn sich daraus bei manchem Zukunftsangst ergebe, sei das eine „normale Reaktion“. Daher gelte es eine gewisse Kontinuität an den Tag zu legen, Verlässlichkeit zu zeigen und durch transparente Arbeit Vertrauen aufzubauen.

Bezüglich der Diskussionen um eine vermeintlich zu hohe Anzahl an Honorarkräften, sagte Reinecke eine hundertprozentige Quote von examinierten Pflegekräften, sei unter den heutigen Anforderungen nicht mehr möglich. Vielmehr gelte es daher einen „guten Personalmix“ zu finden und für eine „leistungsbezogene Verteilung der personellen Ressourcen“ zu sorgen. Im Hinblick auf den demografischen Wandel müsse nicht nur Wert auf die Nachwuchsrekrutierung gelegt werden, sondern auch darauf, die vorhandenen Mitarbeiter langfristig an das Klinikum zu binden. Sein Wunsch sei die Eröffnung einer Schulstation für Nachwuchskräfte und die zeitliche Entlastung von Mitarbeitern zu Fortbildungszwecken.

Allgemein sei aber einiges bereits jetzt schon gut und müsse nur besser verkauft werden. Er rief seine Kollegen daher dazu auf, zu lernen „stolz auf das UKGM zu sein“.

von Peter Gassner

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