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Pflege-Petition erreicht nächste Stufe

Monika Otte fordert „Reform der Reform“ Pflege-Petition erreicht nächste Stufe

Die Marburger Kinderkrankenschwester und Lehrerin für Pflegeberufe Monika Otte hatte am 9. Dezember eine Petition beim Bundestag gegen die Änderung des Pflegeberufe-Gesetzes eingereicht (die OP berichtete).

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So kann Pflegebegleitung einer Auszubildenden in der Kinderklink am UKGM Gießen aussehen.

Quelle: privat

Marburg. Die Neuordnung des Gesetzes sieht vor, die Alten-, Gesundheits- und Krankenpflege sowie die Gesundheits- und Kinderkrankenpflegeausbildung in eine Grundausbildung zur Pflegefachkraft zusammenzulegen und ist am 13. Januar in den Bundestag eingebracht worden.

„In der Marburger Kinderklinik und in Marburger Kinderarztpraxen werden nach wie vor Unterschriften gegen das Gesetzesvorhaben gesammelt, weil die Umsetzung eine Gefährdung für die pflegerische Versorgung von Frühgeborenen bis Jugendlichen in Deutschlands Kinderkliniken und Kinderabteilungen bedeuten würde“, so Otte.­

Eine allgemein ausgebildete Pflegefachkraft könne in dieser „verflachten“ Grundausbildung nicht die notwendige Handlungskompetenz für den Pflegebedarf in einer Kinderklinik erlangen. Außerdem benötigten Auszubildende der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege eine ausreichende Praxiszeit in Fachabteilungen der Kinder- und Jugendmedizin, um den Umgang mit Kindern in verschiedenen Altersstufen und die Beratung der Eltern zu erlernen.

Mehr Unterschriften offline als online

„Um den verantwortlichen Politikern die schützenswerte Funktion des Berufsstandes der Kinderkrankenpflege zu verdeutlichen, ist es hilfreich, weiterhin Unterschriftenlisten zum Petitionsausschuss nach Berlin zu faxen“, so Monika Otte.

Am 25. Januar endete die Zeichnungsfrist für die Petition – nötig waren bis dahin 50.000 Unterschriften, um das Begehren zur Prüfung zuzulassen. „Dieses Quorum zu erreichen war nicht einfach“, erläutert Otte im Gespräch mit der OP. Denn aufgrund der Ferien habe sie die Befürchtung gehabt, dass das Begehren nicht die nötige Stimmenanzahl erreichen würde.

Doch die Sorge war unnötig: Am 25. Januar hatten 13.824 Menschen die Petition online unterzeichnet – hinzu kamen 66.502 „Offline-Mitzeichner“, also Menschen, die sich beispielsweise in Arztpraxen an einer Unterschriftenliste beteiligt hatten. „Und am 2. Februar waren es schon mehr als 100.000 Mitzeichner“, freut sich Monika Otte.

Nun befindet sich die Petition in Prüfung. Im Regelfall wird sie nun im Petitionsausschuss öffentlich beraten. Das besondere daran: Der Petent – also ­Monika Otte – wird zu dieser Beratung eingeladen und darf sein Anliegen persönlich vor den Abgeordneten des Petitionsausschusses vorbringen, heißt es vonseiten des Bundestages. Allerdings könnten die Abgeordneten des Petitionsausschusses sich mit einer Zweidrittelmehrheit gegen die Beratung einer Petition in einer öffentlichen Sitzung entscheiden.

  • Die Online-Petition finden Sie hier .

von Andreas Schmidt

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