Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Pfarrhaushälterin kämpft weiter um Kündigung

Gerichtsverhandlung Pfarrhaushälterin kämpft weiter um Kündigung

Nach der Güteverhandlung vor dem Marburger Arbeitsgericht am Dienstag stand die Haushälterin des Schröcker Pfarrers, der im März einen Missbrauch gestanden hatte, wieder genauso da wie vorher: mit leeren Händen.

Voriger Artikel
Firma Back aus der Insolvenz gerettet
Nächster Artikel
Bestes Audi-Autohaus steht in Gießen

Die Haushälterin des Schröcker Pfarrers, der den Missbrauch eines Jungen gestanden hat, bekommt seit Anfang Mai kein Geld mehr vom Bistum Fulda.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Eine gütliche Einigung vor dem Marburger Arbeitsgericht scheiterte am Dienstag. Dort wollte die Haushälterin des Schröcker Gemeindepfarrers, der sich im März selbst angezeigt und den Missbrauch an einem Jungen gestanden hatte, festgestellt wissen, dass ihr Arbeitsverhältnis weiter besteht und sie damit Anspruch auf ihr Gehalt hat.

Da der Pfarrer als Arbeitgeber der 59-Jährigen zu dem Termin nicht erschienen war, diskutierte der Rechtsanwalt der Klägerin, Wolf Steinmeyer, mit den beiden Vertretern des Bistums Fulda, das 60 Prozent des Gehaltes der Pfarrhaushälterin zahlte, und dem Deutschen Orden, dem der Pfarrer angehört.

Sowohl das Bistum als auch der Orden sehen sich aber nach wie vor nicht in der Pflicht: „Es besteht keinerlei rechtliche Beziehung zwischen der Klägerin und uns“, erklärten Dr. Marcus Maier als Anwalt des Deutschen Ordens und Rechtsdirektor Rainer Büttner vom Bistum Fulda einstimmig. Dementsprechend habe die Klägerin keine Anspruchsgrundlage gegen ihre Institutionen.

„Alles, was wir wollen ist eine ordentliche Kündigung und die Zahlung des Lohns während der Kündigungsfrist“, betonte Steinmeyer. Es müsse doch jemand in der Lage sein, den Pfarrer dazu zu bringen, eine Kündigung zu schreiben, ergänzte er.
Bis zum Kammertermin am 1. Juli wollen alle Prozessbeteiligten über einen Vergleich nachdenken.

von Katharina Kaufmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr