Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
Novartis: Konzernchef informiert über Verkauf

Betriebsversammlung Novartis: Konzernchef informiert über Verkauf

Der milliardenschwere Kauf- und Tauschvertrag der Pharmakonzerne Novartis und GlaxoSmithKline (GSK) beschäftigt die Mitarbeiter von Novartis in Marburg. In einer Betriebsversammlung kamen viele Fragen auf.

Voriger Artikel
Kleine: „Die Messe ist ein Marktplatz“
Nächster Artikel
Firma Wagner Solar beantragt Insolvenz

Das Pharmaunternehmen Novartis Vaccines in Marburg ist an den britischen Konzern GSK verkauft worden.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Wer gehört zu welcher Sparte? Wer wird künftig Mitarbeiter des britischen Unternehmens GSK? Es gab und gibt noch viele Fragen, die die fast 1300 Mitarbeiter von No­vartis Vaccines in Marburg seit Dienstag stellen. Mehr als 300 Mitarbeiter nahmen am Mittwoch Nachmittag an einer ersten Informationsversammlung im großen Hörsaal des Unternehmens teil.

Kartellbehörden müssen dem Deal noch zustimmen

Der Marburger Geschäftsführer Jochen Reutter und die Leiterin der Personalabteilung Andrea Resch stellten sich den Fragen. Die Atmosphäre sei sachlich gewesen, hieß es aus dem Unternehmen. Vielen sei bewusst, dass GSK Weltmarktführer sei und nun die Kompetenz von Novartis dazubekomme. Details aus der Versammlung gab das Unternehmen gestern nicht bekannt. Allerdings soll es für viele Fragen auch noch keine Antworten geben, weil zunächst alles so bleibe wie bisher. Der Eigentümerwechsel soll im ersten Halbjahr 2015 in trockenen Tüchern sein - die Kartellbehörden müssen dem Deal noch zustimmen.

Der Schweizer Weltkonzern Novartis hatte am Dienstag einen großangelegten Umbau mit Tauschgeschäften und Teilfusionen verkündet (die OP berichtete). Für 10,5 Milliarden Euro kauft Novartis das Krebsmedikamentengeschäft der Briten. Diese übernehmen dafür die Impfstoff-Sparte der Schweizer und damit auch das Marburger Unternehmen Novartis Vaccines and Diagnostics. Ausgenommen von dieser Kaufvereinbarung ist aber das Geschäft mit Grippeimpfstoffen. Und genau dies lässt einigen der Mitarbeiter in Marburg keine Ruhe. Es gibt Fachkräfte, die sowohl in der Produktion von Influenza-Impfstoff als auch in der von Medikamenten gegen Tollwut tätig sind. Werden diese Mitarbeiter mit Umstrukturierungen rechnen müssen? Noch sei darüber nichts entschieden, hieß es gestern. Man wisse ja außerdem nicht, wer die Grippe-Sparte von Novartis kaufen möchte. Das Geschäft mit den Medikamenten gegen Influenza ist der kleinere Teilbereich von No­vartis.

Chef sprach aus Basel an alle Mitarbeiter

Nach der Marburger Betriebsversammlung begann in Basel eine Informationsveranstaltung, die in allen Novartis-Standorten live übertragen wurde. So hörten beispielsweise die Belegschaften in Liverpool, Siena oder Marburg zeitgleich die Botschaft der Konzernzentrale. Andrin Oswald, Mitglied der Geschäftsleitung, soll den Mitarbeitern weltweit folgende Botschaft gegeben haben: Der Konzern halte an den Zielen für 2014 fest. Bis zum Abschluss der Kaufvereinbarungen bleibe GSK ein Mitbewerber für Novartis.

Am Donnerstag wird der Schweizer Konzern die Quartals-Bilanz bekannt geben.

von Anna Ntemiris

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Abschied von den Schweizern

Sie haben schon eng zusammengearbeitet, jetzt haben sie einen milliardenschweren Kauf- und Tauschdeal abgeschlossen: Die Pharmakonzerne
Novartis und GlaxoSmith­Kline mischen die Karten auf dem Arzneimittelmarkt in Europa neu. 

mehr
Mehr zum Artikel
Quartals-Bilanz

Zwei Tage nach dem Paukenschlag legte der Schweizer Pharmakonzern Novartis seine Quartals-Bilanz vor.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr