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Noch 580 freie Ausbildungsplätze

OP-Ausbildungsserie Noch 580 freie Ausbildungsplätze

Der Countdown für den Ausbildungsstart 2014 läuft, im Oktober beginnt das neue Ausbildungsjahr. Die OP stellt in den nächsten Wochen Ausbildungsberufe und Bewerber aus dem Landkreis vor.

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Ein Ausbilder (links) prüft mit einem Auszubildenden ein Gerät beim Pumpenhersteller KSB AG in Halle (Saale). Archivfoto

Quelle: Jan Woitas

Marburg. Für zahlreiche junge Schulabgänger hat die Zeit der Ausbildungssuche begonnen, der Bewerbungs-Marathon für dieses Jahr geht in die heiße Phase. Langsam wird es eng auf den Bewerberlisten der beliebtesten Ausbildungsberufe im Landkreis. Künftige Auszubildende sollten sich so früh wie möglich für ihren Traumberuf bewerben.

Für diejenigen, die sich bereits entschieden und den Weg des nervenaufreibenden Bewerbungsverfahrens eingeschlagen haben, beginnt nun die Zeit des großen Wartens, ob der gewünschte Ausbildungsgang angetreten werden kann oder die Suche weitergeht. Für diejenigen, die noch unsicher sind und keine Entscheidung getroffen haben, wird es langsam eng. Alle künftigen Bewerber, die sich noch auf der Suche befinden, kann die Marburger Arbeitsagentur jedoch ein wenig beruhigen: „Es gibt noch viele freie Ausbildungsstellen im Landkreis. Bewerben lohnt sich“, teilte Dr. Heike Beber von der Presse- und Marketingabteilung der Agentur für Arbeit mit. Das diesjährige Bewerbungsende rückt jedoch schnell näher, Ausbildungsbeginn ist der 1. Oktober. Das Verhältnis zwischen Bewerberzahlen und Berufsausbildungsstellen ist in diesem Jahr ausgeglichener: den rund 1370 gemeldeten Ausbildungsstellen stehen 1550 Bewerber gegenüber, rund 70 weniger als im Vorjahr. Dies ergab die jüngste Statistik des Ausbildungsstellenmarkts vom Mai 2014. Rechnet man das Verhältnis der momentan versorgten sowie unversorgten Bewerber hinzu, kommt die Erhebung auf insgesamt rund 580 Ausbildungsstellen, die momentan noch unbesetzt sind. Beliebteste Berufe mit den meisten Ausbildungsstellen, aber auch den größten Bewerberzahlen sind unter anderem Einzelhandels-, Industrie- und Bankkaufmann.

Um junge Menschen zu einer Ausbildung zu bewegen, bietet die Agentur für Arbeit Informationen und Berufsberatung sowie Ausbildungsstellenvermittlung an. „Wir wollen jungen Menschen bei der Berufswahl helfen und ausbildungsinteressierte Jugendliche und Betriebe zusammenbringen“, teilte die Arbeitsagentur mit. Ausbildung mache Sinn, sie ist die Basis für berufliche Chancen und finanzielle Absicherung. Eine Ausbildung ist „das Sprungbrett für beruflichen Erfolg und Sicherheit“. Wer lernt, hat auf dem Arbeitsmarkt immer bessere Chancen als Ungelernte, und das ein Leben lang, betonte Volker Breustedt, Leiter der Marburger Arbeitsagentur.

Firmen profitieren vom gut ausgebildeten Nachwuchs

Und je eher junge Menschen sich um ihre berufliche Zukunft kümmern, umso besser stehen die Chancen den gewünschten Ausbildungsplatz auch zu bekommen.

Noch Unentschlossene haben verschiedene Möglichkeiten, sich mit ihren beruflichen Interessen auseinanderzusetzen: Neben einem persönlichen Gespräch mit erfahrenen Berufsberatern können diese auch online recherchieren. Programme wie etwa das Online-Selbsterkundungsprogramm „Berufe-Universum“ von der Bundesagentur für Arbeit bieten den Jugendlichen Möglichkeiten, die eigenen Stärken auszukundschaften.

Sie sollen bei der beruflichen Orientierung und künftigen Berufswahl helfen, klare Einblicke in persönliche Interessen, Stärken und Schwächen aufzeigen, erklärte die Arbeitsagentur. Die Nutzer finden Ideen, einen Überblick über mögliche Qualifikationen und im Idealfall den Beruf, für den sie die besten Voraussetzungen mitbringen.

Nicht immer gelingt es jedoch, sämtliche Bewerber zu vermitteln und alle freien Plätze zu besetzen. Im vergangenen Ausbildungsjahr blieben insgesamt 54 Ausbildungsstellen unbelegt, 90 Bewerber fanden keinen Platz in den von ihnen bevorzugten Berufen, teilte die Agentur mit. Für diese geht die Suche weiter, doch gibt es auch in diesem Fall eine breite Palette an Wahlmöglichkeiten.

Ob berufsvorbereitende Maßnahmen, Praktika oder das Nachholen eines Schulabschlusses - vorübergehende Alternativen gibt es viele.

Um gegen Ausbildungslücken und steigenden Fachkräftemangel anzukommen, sei eine gute Ausbildungsgrundlage und -struktur nötig, erklären die Agentur-Fachleute.

Nicht nur die Lernenden, auch die Lehrenden, die Firmen profitieren von ihrem Nachwuchs und sichern sich mit diesen, als eventuelle künftige Mitarbeiter, eine gewisse Unabhängigkeit vom Arbeitsmarkt und nicht zuletzt ihre Wettbewerbsfähigkeit, so die Agentur und betont: „Ob auf der Baustelle, im Büro, im Labor, im Handwerk oder der Produktion - Auszubildende braucht jeder.“

Interessenten, die noch einen Ausbildungsplatz für 2014 suchen, können direkt beim Arbeitgeberservice nachfragen. Kontakt unter 06421-605212

von Ina Tannert

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