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Nicht für alle sieht es positiv aus

Arbeitslosenzahlen Nicht für alle sieht es positiv aus

Selbst der Winter kann dem Arbeitsmarkt in Deutschland derzeit nichts anhaben: Im Februar ist die Zahl der Erwerbslosen um 33.000 auf 3.317.000 gesunken.

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„Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Marburg zeigt sich im Februar stabil“, berichtete Volker Breustedt, Leiter der Agentur für Arbeit Marburg.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die Erwerbstätigkeit liegen weiter auf Wachstumskurs. Und die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt weiter“, erläuterte der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Jürgen Weise, am Dienstag die aktuellen Arbeitsmarktzahlen für Deutschland.

Dem Bundestrend folgt auch das Land Hessen, dort ging die Arbeitslosigkeit auf 199.029 Personen zurück. Maßgeblich für die gute Entwicklung sei der Konjunkturaufschwung, der zu einem deutlichen Stellenzuwachs geführt habe, betonte Weise.
Auch im Landkreis Marburg-Biedenkopf war diese Entwicklung im Februar zu spüren: Im Vergleich zum Vormonat stieg die Arbeitslosigkeit nur um 0,2 Prozent, im Vergleich zum Vorjahresmonat ging sie um fast zehn Prozent auf 7.289 Erwerbslose zurück.

„Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Marburg zeigt sich im Februar stabil“, berichtete auch Volker Breustedt, Leiter der Agentur für Arbeit Marburg, und ergänzte: „Es sieht gut aus, aber nicht für alle.“

Insgesamt hat die Marburger Arbeitsagentur im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Rückgang der Erwerbslosigkeit von 9,6 Prozent verzeichnet.
Am stärksten ging im Vergleich zum Februar 2010 die Zahl der arbeitslosen Männer zurück, nämlich um rund 14 Prozent. Einen leichten Rückgang vermeldete Breustedt bei den Erwerbslosen zwischen 50 und 65 Jahren (-1,5 Prozent).

„Sorgen machen mir allerdings die Jüngeren“, erklärte der Agenturleiter. Bei alleiniger Betrachtung der 15- bis 20-Jährigen liege ein Anstieg um 20 Prozent oder 24 Personen vor. „Diese Personengruppe nimmt noch nicht an der allgemein positiven Entwicklung teil, viele gehen direkt in den Zuständigkeitsbereich des Sozialgesetzbuches II über, sodass wir dort sogar einen Anstieg von 46,4 Prozent haben“, fügte Breustedt hinzu.

Den Agenturchef stimmte allerdings die Zahl der Abgänge in Erwerbstätigkeit positiv, ebenso wie die Zahl der neu gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen, deren Anzahl im Vergleich zum Februar 2010 um 14,1 Prozent zunahm. Gegenüber dem Vormonat gibt es sogar ein Plus von 43,3 Prozent bei den Stellen. „Der Arbeitsmarkt brummt, aber im Wesentlichen nur im Bereich des Sozialgesetzbuches III“, so Breustedt.

von Katharina Kaufmann

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