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Neunsitzerbus holt Pflegebedürftige ab

Glücksspirale gab Zuschuss Neunsitzerbus holt Pflegebedürftige ab

Das Altenhilfe- und Pflegezentrum Elisabethenhof am Rotenberg erhielt einen Zuschuss von der Glücksspirale – und konnte so einen behindertengerechten Neunsitzer ­anschaffen.

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Roland Teuber und Margaretha Eidam vor dem neuen Bus mit Rollstuhlrampe, der zum Großteil von der Glücksspirale bezahlt wurde.

Quelle: Andreas Schmidt

Marburg. „Es ist uns tatsächlich gelungen, durch die Glücksspirale eine Förderung für unseren Bus zu bekommen“, sagt Margaretha Eidam, Leiterin des Altenhilfe- und Pflegezentrums Elisabethenhof.

Der Neunsitzer wird vor allem in der Tagespflege eingesetzt. Diese wurde im Februar eröffnet und hat zwölf Plätze – und die wollen gefüllt werden. „Problematisch ist es allerdings, dass die Gäste zu uns kommen“, erläutert Eidam. Dafür wird nun der Bus eingesetzt.

Zunächst habe man sich bei der Akquise für die Tagespflege etwa auf den Dammelsberg konzentriert, „aber nun haben wir uns auch in Richtung der Marburger Stadtteile Dagobertshausen, Wehrshausen, Wehrda, Cappel oder Michelbach orientiert“, erläutert Eidam.

„Wir waren überrascht, dass unser Antrag sofort bewilligt wurde, sodass wir nur einen geringen Teil selbst draufzahlen mussten“, erläutert die Heimleiterin. „Es ist schön, dass es solche Institutionen wie die Glücksspirale gibt, die solche Projekte fördern.“

18.000 Euro steuerte die Glücksspirale bei, „das ist sehr großzügig“, sagt Eidam. 7000 Euro musste der Elisabethenhof selbst aufbringen – und nun ist der Bus einsatzbereit. Zuvor erhielt er noch eine Rollstuhlrampe, um auch die gehandicapten Gäste der Tagespflege abholen zu können.

Pflegende haben einen 
Anspruch auf Erholung

Betriebsstellenleiter Roland Teuber erläutert, warum die Tagespflege ein vor allem für die Angehörigen so wichtiges Thema ist: „Wir wollen die Angehörigen so ein Stück weit entlasten. Denn die Gäste werden tagsüber bestens versorgt und sind abends wieder zu Hause.“

Rund 75 Prozent der Familienmitglieder versorgen ihre pflegebedürftigen Angehörigen zu Hause, wodurch die Pflegenden oft selbst an ihre Grenzen der Belastbarkeit gelangen würden. Vielen sei gar nicht bewusst, dass sie einen Anspruch auf Erholung hätten. Und genau da setzt die Tagespflege an.

Zu den Angeboten des Elisabethenhofs gehöre neben dem Fahrdienst auch die aktivierende Pflege und die Beratung und Begleitung von Angehörigen. Durch die Vielfalt an Beschäftigungsmöglichkeiten könne die körperliche, geistige und soziale Selbstständigkeit in einem gewohnten Umfeld aufrechterhalten werden.

Der neue Bus soll nicht nur für die Fahrten der Tagespflegegäste zum Einsatz kommen. Denkbar sei auch, ihn für Fahrten mit Bewohnern des Seniorenheims einzusetzen. „Nicht alle unsere Bewohner sind noch mobil oder haben ein Auto. Es wäre also beispielsweise möglich, zukünftig Einkaufsfahrten anzubieten – oder auch mal ein Konzertbesuch in der Stadthalle“, verdeutlicht Margaretha Eidam.

von Andreas Schmidt

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