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Neue Gießereianlage der Firma Winter ist genehmigt

Auto-Zulieferer Neue Gießereianlage der Firma Winter ist genehmigt

Motoren mit niedrigem Kohlendioxidausstoß sind weltweit gefragt: Die Stadtallendorfer produzieren für die Autoindustrie künftig umweltfreundliche Motorblöcke.

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Die Firma Winter in Stadtallendorf. Die Eisengießerei baut eine neue Halle, um dort Motorblöcke nach neuem, umweltfreundlichen Standard für Autos herzustellen.Archivfoto

Quelle: Thorsten Richter

Stadtallendorf. Das Regierungspräsidium Gießen hat am Freitag einen Genehmigungsbescheid an die Firma Fritz Winter Eisengießerei ausgehändigt, der zur Erweiterung der Eisengießerei mit einer neuen Gießereianlage berechtigt. Geplant ist dort ein neues, innovatives Gießverfahren, das unter anderem als besonders umweltfreundlich und energiesparend gilt (die OP berichtete). Mit der neuen Anlage sollen künftig pro Jahr 800 000 Leichtbau-Zylinderkurbelgehäuse (Motorblöcke) produziert werden. In dem neuen Hallenkomplex sollen bis zu 70000 Tonnen Eisen vergossen werden.

Die maximale standortbezogene Verarbeitungskapazität an Flüssigeisen der Eisengießerei in Stadtallendorf wird nicht erhöht und bleibt bei insgesamt 2808 Tonnen am Tag, betont das RP.

Der Genehmigungsantrag für das fast 26 Millionen Euro teure Projekt war im Juli 2013 beim RP eingereicht und anschließend nach den Vorgaben der neuen Industrieemissions-Richtlinie geprüft worden. Es schloss sich ein Verfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung an, das heißt alle Träger öffentlicher Belange sowie Bürger erhielten Gelegenheit zur Stellungnahme. Die Zulassung des vorzeitigen Baubeginns wurde bereits im September 2013 erteilt, weshalb das entstehende Gebäude in Stadtallendorf schon seit längerer Zeit sichtbar ist. Die Behörde konnte jetzt ihre Überprüfung abschließen und den kompletten Um- und Erweiterungsbau in einem 40 Seiten umfassenden Bescheid genehmigen.

Eine Kapazitätserweiterung im eigentlichen Sinne sei die neue Anlage nicht, hatte Geschäftsführer Jörg Rumikewitz im OP-Gespräch vor drei Monaten erklärt. Vielmehr würden dadurch die Produktionsbedingungen verbessert. Motoren mit niedrigem Kohlendioxidausstoß sind weltweit gefragt, daher könne die Firma Winter dazu beitragen, dass Fahrzeuge umweltfreundlicher werden. „Bei der Umweltfreundlichkeit ist dies ein Quantensprung in der Gießereiindustrie“, so der Winter-Chef. Am Freitag wollte das Unternehmen den aktuellen Bescheid des RP nicht weiter kommentieren.

von Anna Ntemiris

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