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Neu an der Vorstandsspitze der DVAG

Andreas Pohl wird 50 Neu an der Vorstandsspitze der DVAG

Andreas Pohl, der jüngere Sohn des kürzlich verstorbenen DVAG-Gründers Dr. Reinfried Pohl, hat die Macht im Familienunternehmen übernommen. Er und sein Bruder sind gleichberechtigte Gesellschafter der Holding in Marburg.

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Andreas Pohl, der neue DVAG-Vorstandschef, lebt mit seiner Familie in Marburg. Das Foto entstand im Mai 2013 bei der Eröffnungsfeier der Strandbar. Auch heute gibt es Grund zum Anstoßen: Pohl wird 50 Jahre alt.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Er ist ein echter Marburger, auch wenn er häufig im In- und Ausland unterwegs ist: Andreas Pohl, der neue Vorstandsvorsitzende der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) feiert am Montag seinen 50. Geburtstag.

Andreas Pohl hat Anfang Juli den Spitzenposten von seinem Vater Professor Dr. Reinfried Pohl übernommen, der am 12. Juni im Alter von 86 Jahren an Herzversagen verstarb (die OP berichtete). Der plötzliche Tod habe die Familie tief getroffen, erklärte Andreas Pohl im OP-Gespräch. Der einzige Trost, - wenn auch ein schwacher - , sei, dass sein Vater nicht lange habe leiden müssen.

Andreas Pohl ist außerdem gleichberechtigt mit seinem Bruder Reinfried Pohl junior (54) Geschäftsführer und Gesellschafter der Deutsche Vermögensberatung Holding GmbH in Marburg. Die Anteile des verstorbenen Vaters gehen an die Söhne.

Seit 30 Jahren im Dienst des Finanzvertriebs

Die Managementholding im alleinigen Besitz und unter Leitung der Familie Pohl hält unter anderem die Mehrheit - 60 Prozent plus 10 Aktien - an der Deutsche Vermögensberatung AG in Frankfurt. Die Generali Deutschland Holding hält die weiteren Anteile.

Andreas Pohl wurde 1964 als zweiter Sohn der Eheleute Anneliese und Dr. Reinfried Pohl in Marburg geboren. Er ist dort aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach einer Lehre als Versicherungskaufmann und einem Auslandsaufenthalt in den USA trat er am 1. Juli 1984 in die Dienste der DVAG ein. Zum 1. Juli 1991 wurde Andreas Pohl zum Generalbevollmächtigten der DVAG ernannt.

Seit 2003 ist der Oldtimer-Fan und -Rallye-Fahrer Gesellschafter und Mitglied der Geschäftsleitung der Deutsche Vermögensberatung Holding. Zu seinen engen Freunden zählen gebürtige Marburger, aber auch Promis wie Michael Schumacher - dessen folgenreicher Ski-Unfall hatte die Familie Pohl schwer erschüttert. Wie üblich aber schwieg Andreas Pohl zu dem Thema - er meidet die große Öffentlichkeit, schützt sein Privatleben und das seiner Ehefrau Jaqueline sowie den drei Kindern. Dass Andreas Pohl in Marburg tief verwurzelt ist, zeigt er im Privaten - um nur ein Beispiel zu nennen - durch seinen Einkauf auf dem Wochenmarkt und im öffentlichen Raum durch seine unternehmerischen Aktivitäten beispielsweise in dem idyllischen Marburger Stadtteil Dagobertshausen. Pohls haben den früheren landwirtschaftlichen Hof der Familie Scherer vor einigen Jahren gekauft und im umgebauten historischen Hofgut ein Restaurant, eine Kultur- und Eventscheune sowie ein kleines Landhotel errichtet. Als Weltstar Anastacia vor anderthalb Wochen beim „Kleinsten Konzert der Welt“ des Radiosenders FFH in Dagobertshausen auftrat, war Andreas Pohl überwältigt: Zum einen von der Sängerin - er wollte gleich CDs bestellen - und zum anderen von der ihm längst bekannten eigenen Location. Auch er hatte nicht erwartet, dass das Hofgut Dagobertshausen einmal die Bühne für einen Weltstar sein könnte.

Ihn freut, genauso wie es seinen Vater, den reichen „Patriarchen“ und DVAG-Gründer gefreut hatte, wenn die Aktivitäten der Familie bei den Menschen in der Region Anklang finden - ob es das „Himmelsleuchten“ im Nordviertel im vergangenen Jahr war oder die „Landpartie“ in Dagobertshausen. Dass er es dabei nicht allen Recht machen kann, weiß er. Der Verkehr, der durch Großveranstaltungen nach Dagobertshausen kommt, ist zum Beispiel umstritten. Bei der 2. Dagobertshäuser Landpartie vergangene Woche gab es für die Besucher daher diesmal keine Parkplätze am Hofgut - die Veranstalter hatten aber einen Shuttle-Service organisiert.

Inwieweit Andreas und sein Bruder in den nächsten Jahren in ihrer Heimatstadt Marburg als Unternehmer und Mäzen auftreten werden, ist noch offen. Von daher sind auch die Marburger gespannt darauf, wie ihr „Promi“ agieren wird. Den Geburtstag verbringt er mit Freunden und Familie außerhalb der Heimat.

von Anna Ntemiris

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