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Nationaler Gasmarkt als Geschäftsfeld

Fünfwerke GmbH Nationaler Gasmarkt als Geschäftsfeld

"Eine der besten Beteiligungen, die wir eingangen sind" nennt Norbert Schüren, Geschäftsführer der Stadtwerke Marburg, die Gründung der Fünfwerke GmbH.

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Die Stadtwerke Marburg wollen über ihre Tochter Fünfwerke GmbH Kunden in ganz Deutschland mit Gas versorgen.

Quelle: Jens Wolf

Marburg. Die Kräfte bündeln angesichts der Liberalisierung auf dem europäischen Gasmarkt und sich einzustellen auf grenzüberschreitenden Geschäfte: das war das Motiv für die Gründung der „Fünfwerke GmbH“, einer gemeinsamen Firma der Stadtwerke aus Marburg, Gießen, Wetzlar, Limburg und Göttingen.

„Als Stadtwerke Marburg wären wir allein zu klein gewesen, um uns auf diesem Markt dauerhaft zu behaupten“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Schüren. Man wolle am bundesweiten Vertrieb teilnehmen und gemeinsam mit den Partnern eine gemeinsame Marke aufbauen.

Kerngeschäft der Fünfwerke GmbH ist der nationale Gasvertrieb per Internet. Inzwischen hat das Unternehmen nach Angaben von Schüren 8500 Kunden bundesweit. Die fünf Stadtwerke sind mit jeweils 400000 Euro an dem Unternehmen beteiligt, die Geschäftsführung haben die Stadtwerke Limburg übernommen.

Hohe Investitionskosten fürMarke, Webseite, Vertrieb, Dienstleister und Verwaltung führten dazu, dass Fünfwerke GmbH in den Jahren 2010 und 2011 zusammen 942000 Euro Verlust einfuhren, bestätigt Schüren auf Nachfrage der OP. Befürchtungen, das Kommanditkapital der Fünfwerke sei schnell aufgebraucht, tritt er aber entgegen. Die Verluste in der Anlaufphase seien im Rahmen der Wirtschaftspläne.

Schon für 2012 werde ein positives Ergebnis in sechsstelliger Höhe erwartet, sagt Schüren. „Damit liegen wir über dem Plan.“ Und der „return of invest“, also eine Rendite auf die Investitionen, werden bereits für dieses Jahr erwartet.

2016 schließlich soll die Einlage der Stadtwerke wieder erwirtschaftet sein. „Wir gehen davon aus, dass wir dieses Ziel auch erreichen“, sagt Schüren, der von einem „Coup“ der Stadtwerke Marburg spricht: „Der nationale Gasmarkt, das ist Bundesliga.“

Ob die Beteiligung am nationalen Gasvertrieb dauerhaft die richtige Antwort auf die Liberalisierung der Gasmärkte ist, vermag Schüren noch nicht endgültig einzuschätzen. Die Startphase des Unternehmens jedenfalls beurteilt er als gelungen: „Es geht nicht um kurzfristige Gewinnerwartungen, sondern sich langfristig am Markt zu etablieren.

von Till Conrad

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