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„Nachfrage ist größer als Angebot“

Arbeitslosigkeit „Nachfrage ist größer als Angebot“

Trotz des harten Winters ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland zum Jahresende auf den tiefsten Stand seit 19 Jahren gesunken. Nun macht sich der Fachkräftemangel immer mehr bemerkbar.

Marburg. „Wir freuen uns, dass die Arbeitslosigkeit nach der Krise im Jahr 2009 nun immer geringer wird, aber wir bekommen dadurch jetzt auch echte Schwierigkeiten“, sagt Rolf-Werner Schmittdiel, Leiter des Arbeitgeberservices der Arbeitsagentur Marburg. Was er damit meint, sagt er gleich im Anschluss mit deutlichen Worten: „Wir könnten noch mehr Stellen von den Unternehmen hereinholen, aber wir haben kein Potenzial mehr an Arbeitnehmern, die zu diesen Stellen passen.“ Der Fachkräftemangel werde gerade jetzt immer deutlicher.

Die Zahl der Arbeitslosen stieg zwar im Dezember saisonbedingt deutschlandweit leicht an, dennoch ist sie deutlich geringer als noch im Dezember 2009: Die Arbeitslosenquote im Bezirk der Agentur für Arbeit Marburg betrug im Dezember 5,5 Prozent, im November hatte sie bei 5,2 Prozent gelegen, im Dezember 2009 lag sie noch bei 5,9 Prozent. „Im Vergleich zum Vorjahresmonat haben wir im Dezember 2010 insgesamt 7,6 Prozent weniger Arbeitslose gehabt“, berichtet Volker Breustedt, Leiter der Agentur für Arbeit Marburg und ergänzt: „Die Talsohle ist durchschritten. Es geht bergauf.“ Bester Indikator für den weiteren bevorstehenden Aufschwung am Arbeitsmarkt seien die gemeldeten Stellen. „Diese sind im Vergleich zum Dezember 2009 erneut gestiegen, um 11,4 Prozent“, erläutert Breustedt. Gegenüber November 2010 seien 57 Stellen (-9 Prozent) weniger zu verzeichnen gewesen.

von Katharina Kaufmann

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