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Nach 38 Jahren hört Notar Ernst Martin auf

Gladenbacher arbeitet weiter als Anwalt Nach 38 Jahren hört Notar Ernst Martin auf

Nach fast 38 Jahren endete für Ernst Martin, der seine Tätigkeit als Rechtsanwalt und Notar in Gladenbach ausübt, mit dem 30. Juni seine Amtszeit als Notar. Amtsgerichtsdirektor Mirko Schulte sagte: „Das ist ein trauriger Anlass, aber normal, dass man als Notar mit dem Erreichen der Altersgrenze aus dem Amt ausscheidet.“

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Amtsgerichtsdirektor Mirko Schulte (links) überreichte Ernst Martin dessen Entlassungsurkunde.

Quelle: Ingrid Lang

Biedenkopf. Der Assessor Ernst Martin war erst 29 Jahre alt, als er als Rechtsanwalt zugelassen wurde. Drei Jahre später wurde er im September 1978 zum Notar.

Mirko Schulte dankte dem scheidenden Notar auch im Namen der Mitarbeiter des Amtsgerichts und der Rechtsanwaltskollegen für die vertrauensvolle Mitarbeit.

Ernst Martin sagte, er habe „ein sehr schönes Amt innegehabt“. Während für Martin das Amt als Notar beendet ist, wird er die Zulassung als Rechtsanwalt noch eine Weile behalten und den Beruf weiterhin ausüben.
Wenn man beide Tätigkeiten ausübe, müsse man erst lernen, zwischen beiden zu unterscheiden. Aus seiner Sicht wäre es sinnvoll, wenn man in beiden Bereichen getrennt tätig wäre.

Manch einen Mandanten habe er einen großen Teil seines Lebens begleitet – vom Ehevertrag über Hauskauf und Testament bis hin zur Patientenverfügung. Wichtig für einen Notar sei die Zusammenarbeit mit dem Gericht – insbesondere mit dem Grundbuchamt und der Nachlassabteilung sowie dem Handelsregister.

Martin sagte: „Ich blicke auf eine sehr angenehme Zusammenarbeit mit den Gerichten zurück.“ Sein Dank gelte daher den Richtern und Rechtspflegern. „Ich wünsche mir, dass diese Zusammenarbeit auch mit meinem Nachfolger Wolf Michael Bäumner so bleibt“, sagte Martin.

Amtsgerichtsdirektor Schulte erinnerte sich, dass er bei einem Rundflug in Schönstadt auf den Fluglehrer Ernst Martin traf – und zwar zu der Zeit, als Schulte 2009 seinen Posten im Amtsgericht Biedenkopf antrat und der Notar und Rechtsanwalt ihm das Gebäude aus der Luft zeigte. Auch die Bezirke, die zum Amtsgericht gehören, hätten sie dabei überflogen.

von Ingrid Lang

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