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Mittwoch streiken die angestellten Lehrer

GEW-Tarifrunde Mittwoch streiken die angestellten Lehrer

Die rund 45 000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst in Hessen werden am Mittwocn, 11. März, in den Warnstreik treten. Davon betroffen seien etwa Regierungspräsidien, Landesbehörden und Theater, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat zudem angestellte Lehrer aufgefordert, die Arbeit niederzulegen.

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Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft will den Druck vor den nächsten Verhandlungen erhöhen und ruft daher zum Warnstreik auf.

Quelle: dpa

Marburg. Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes weitet die Bildungsgewerkschaft GEW die Warnstreiks an Schulen, Kitas und Hochschulen aus. Sie ruft angestellte Lehrer und Erzieher in acht Bundesländern auf, heute die Arbeit niederzulegen. Neben den fünf Ost-Ländern und Berlin sollen auch Pädagogen in Schleswig-Holstein und Hessen in den Warnstreik treten.

Hessen ist zwar nicht mehr Mitglied in der Tarifgemeinschaft der Länder, dort laufen aber derzeit ebenfalls Verhandlungen zwischen Landesregierung und Gewerkschaften. Schwerpunkte der Kundgebungen sind Kassel, Gießen und Darmstadt. Betroffen sein werden aber auch die Marburger Schulen. Denn die angestellten Lehrer der Universitätsstadt fahren gesammelt mit Bussen zur Kundgebung nach Gießen.

Die GEW Marburg-Biedenkopf und die GEW-Schulgruppe der Adolf-Reichwein-Schule (ARS) in Marburg möchten zudem mit einer Aktion an der ARS um 11.20 Uhr vor dem Haupteingang auf den Warnstreik aufmerksam machen. „Anlässlich des Warnstreiks der Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst möchten wir beispielhaft für die Marburger Schulen mit einer großen Banner-Aktion an der ARS unsere Solidarität mit den Streikenden erklären“, teilt Friedhard Werner mit.

GEW: Beschäftigte sollen an guter Entwicklung teilhaben

Man erkläre sich solidarisch mit den streikenden Kollegen. Man fordere die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung eines guten Tarifergebnisses auf die Beamten sowie auf die Versorgungsempfänger, eine Verkürzung der Arbeitszeiten der Lehrer sowie die Übertragung der 2009 tariflich vereinbarten 40-Stunden-Woche auf die Beamten und auf alle Lehrkräfte. Das bedeute eine Reduktion um eine Pflichtstunde.

Die GEW-Landesvorsitzende Birgit Koch erläuterte indes: „Die Steuerquellen sprudeln in Hessen. 2014 konnte der Finanzminister fast eine halbe Milliarde Euro mehr als im vorangegangenen Jahr an Steuern einnehmen. Auch die Beschäftigten des Landes Hessen haben ein Recht darauf, an der wirtschaftlichen Entwicklung teilzuhaben.

Der Einkommensvorsprung der Beschäftigten in der Privatwirtschaft gegenüber dem öffentlichen Dienst ist in den vergangenen Jahren immer größer geworden.“ Man müsse den Druck auf den Arbeitgeber erhöhen, denn es gelte, ein Abhängen des öffentlichen Dienstes im finanzstarken Hessen zu verhindern, so Koch.

Die Tarifverhandlungen waren am Freitag ergebnislos vertagt worden. Vor der dritten Verhandlungsrunde für die rund 800 000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst Anfang kommender Woche soll der Druck auf die Arbeitgeberseite steigen. Die Kernforderung der Gewerkschaften lautet 5,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 175 Euro mehr.

Hessen verhandelt eigenständig, da es aus der Tarifgemeinschaft der Länder ausgetreten ist. Innenminister Peter Beuth (CDU) hält die Forderungen für nicht finanzierbar.

von Andreas Schmidt und unserer Agentur

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