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Mitarbeiter von Tectum streiken für Tariflohn

Arbeitskampf Mitarbeiter von Tectum streiken für Tariflohn

Die Mitarbeiter des Marburger Tectum-Verlags sind gestern in einen fünfstündigen Warnstreik getreten. Sie fordern die Bezahlung nach Tarif.

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Gestern Morgen streikten die Mitarbeiter des Marburger Tectum-Verlags vor dem Cineplex, um ihren Forderungen nach einem Anerkennungstarifvertrag Druck zu verleihen.Foto: Andreas Schmidt

Marburg. Dichter Nebel hüllte die Marburger Innenstadt gestern Morgen ein. Daher waren die Mitarbeiter des Tectum-Verlags, der seinen Sitz im Lahn-Center hat, auch dick eingepackt. Denn gegenüber ihres Arbeitsplatzes standen sie vor dem Cineplex, um mit einem Warnstreik ihren Forderungen Ausdruck zu verleihen. Und die lauten: mehr Gehalt. Denn derzeit sind die zwölf Mitarbeiter mit einzeln ausgehandelten Verträgen beschäftigt. Doch seitdem der Tectum-Verlag den Bestseller „Der größte Raubzug der Geschichte“ veröffentlicht hat, der seit mehr als 65 Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste steht, sei laut Beschäftigten neben dem Umsatz auch die Verantwortung gestiegen.

„Gehaltsverhandlungen laufen derzeit so ab, dass jeder einzeln mit dem Verleger verhandeln muss. Und der ändert seine Meinung mitunter über Nacht“, so ein Angestellter. Daher fordere man eine faire Bezahlung nach dem Tarifvertrag „Großhandel Außenhandel Verlage und Dienstleistungen des Landes Hessen“.

Es habe bereits Verhandlungen mit dem Verleger gegeben, betonte Hans-Jürgen Sitt von Verdi. „Er hat die Anerkennung des Tarifvertrags nicht grundlegend abgelehnt. Aber irgendwann ist es zum Stillstand gekommen“, so Sitt. Daher gehe man nun mit einem Warnstreik den nächsten Schritt.

Die Beschäftigten sind sich einig: „Arbeit gibt es genug. Und vielleicht zeigt der Warnstreik ja schon Wirkung.“ Das werde die nächste Verhandlungsrunde zeigen. Doch falls der Stillstand weitergehe, werde man den Streik ausweiten.

von Andreas Schmidt

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