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Messe stiftet Identität und schafft neue Netzwerke

Oberhessenschau Messe stiftet Identität und schafft neue Netzwerke

Handel, Handwerk, Industrie und Verwaltung zeigen sich bis Sonntag auf der Oberhessenschau.

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Premiere: OP-Chefredakteur Christoph Linne (Vierter von links) stellte den neuen Image-Film der Oberhessischen Presse vor. Die OP feiert in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die Besucher der Oberhessenschau (OHS) haben alle Hände voll zu tun: Sie treffen alte Bekannte, schütteln also viele Hände.

Sie entdecken außergewöhnliche Produkte, Fotomotive, müssen ihr Smartphone zücken, um dies bildlich festzuhalten. Und sie kramen ihr Kleingeld zusammen, um das ein oder andere Geschäft zu machen.

Die größte Messe in der Region ist sowohl für diejenigen eine Adresse, die flanieren und staunen möchten, als auch für diejenigen, die gezielt Informationen zu bestimmten Waren oder Dienstleistungen suchen. Man muss keine Laden- oder Behördentür öffnen, ist ruckzuck im unverbindlichen 
Gespräch mit Fachleuten.

300 Ausssteller präsentieren sich auf dem Maburger Messegelände bis Sonntag täglich von 10 bis 18 Uhr dem Pubkikum auf der Oberhessenschau.

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Die OHS versteht sich als regionales Schaufenster. Seit der ersten Ausstellung vor 40 Jahren gab es viele kleine und große Veränderungen, erklärte Messe-Chef Andreas Kleine. Heute sind 300 Aussteller vor Ort, darunter viele Firmen und Institutionen aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Die Eröffnung der neuesten Schau war für viele Festredner eine Premiere. So sprach erstmals Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) als Schirmherr, auf der Messe-Bühne war erstmals auch Marian Zachow (CDU) als Erster Kreisbeigeordneter sowie Sybille von Obernitz, die neue Hauptgeschäftsführerin der IHK Kassel-Marburg.

Der „große Wurf“ sei, dass die OHS eine „identitätsstiftende Veranstaltung“ in der ganzen Region sei, sagte von Obernitz. Spies sieht die Reichweite weit über regionale Grenzen hinaus: Er stellte eine Delegation aus Marburgs Partnerstädten in Großbritannien und Tunesien, Northampton und Sfax, vor.

Spies möchte mehr öffentliche Aufträge für heimische Firmen

Dann ging er auf mehrere wesentliche Themen der Stadtpolitik ein. Situationskomik: In dem Moment, in dem er über den Verkehr und die Parkmöglichkeiten in Marburg sprach, wurde er von einer Lautsprecherdurchsage unterbrochen: Ein Autokennzeichen wurde ausgerufen.

Der OB bekräftigte seinen Wunsch, das Parkhaus am Pilgrimstein zu vergrößern. Das wird derzeit noch geprüft. Spies sprach auch die aktuelle Haushaltspolitik an, die von einer Ausgabensperre betroffen ist. Der heimischen Wirtschaft gab er zwei Botschaften mit: Zum einen überprüfe das Rechtsamt die Vergabepraxis, um mehr heimischen Firmen öffentliche Aufträge geben zu können.

Zum anderen befinde sich die Investitionstätigkeit der Stadt auf einem Spitzenniveau, auf dem sie sich auf Dauer nicht halten könne. Im Hinblick auf eine Koalitionsbildung sagte Spies: Wenn sich eine Koalition findet, sei dies für den OB leichter. „Wenn es länger dauert, ist es nicht so schlimm.“

von Anna Ntemiris

 
Messegeflüster
Messe-Chef Andreas Kleine und seine Frau Anwara Kleine hatten sich abgestimmt: Sie trug einen knallroten Hut sowie ein rotes Shirt, er ein rotes Hemd. Rot war auch die Krawatte des Schirmherrn Dr. Thomas Spies (SPD), der aber eher durch seine Platzwahl auffiel. Neben ihm saß Andrea Suntheim-Pichler von den Bürgern für Marburg, die als mögliche Partner für ein politisches Bündnis mit der SPD im Gespräch sind. Jedenfalls waren die beiden Sitznachbarn im intensiven Gespräch – und unter Beobachtung. Die Farbe Grün war politisch betrachtet unter den Ehrengästen nicht zu finden. Warum Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne), der oft zu Wirtschaftsveranstaltungen kommt oder sonst früher durch OB Egon Vaupel (SPD) Grüße ausrichten ließ, fehle, wisse er nicht, sagte Spies lapidar auf Anfrage der OP.
 
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Rund 180 geladene Gäste kamen gestern zur feierlichen Eröffnung der Oberhessenschau, die bis Sonntag dauert.

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