Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Seniorenwohnungen statt Geranien

Richtfest Seniorenwohnungen statt Geranien

Eine weitere Etappe ist geschafft: Auf dem Gelände der alten Gärtnerei in Fronhausen entstehen 
15 Einheiten für betreutes Wohnen – am Mittwoch wurde Richtfest gefeiert.

Voriger Artikel
Spende soll die 
Arbeit erleichtern
Nächster Artikel
Ehemalige bestaunen Neuheiten

Der Rohbau auf dem Gelände der alten Gärtnerei steht, im Frühjahr sollen die 15 Wohnungen bezugsfertig sein.

Quelle: Andreas Schmidt

Fronhausen. Gespannt schauten die Besucher des Richtfests in den Himmel: Auf dem Gerüst stand – neben Bauherrin Angelika Knorr-Marin und Dachdecker Nikolai Fleck – auch der Dachdecker Moritz Gärtner. „Ich bin ein wenig nervös“, gab er im Vorfeld zu, „das ist nämlich mein erster Richtspruch“. Die Nervosität war jedoch unbegründet: Flüssig trug er den Spruch vor, der in den Worten gipfelte: „Ein jeder sucht ein kleines Stück vom Himmelreich und großem Glück. Kurzum und endlich rund heraus: Die Klügsten wünschen sich ein Haus“ – dann ließ er das Glas, wie es die Tradition will, auf dem Boden zerschellen.

Bauherrin Knoll-Marin ist mit dem bisherigen Baufortschritt zufrieden: Rund 2,5 Millionen Euro investierte ihre Marin Bauträger- und Vertriebs GmbH in den Neubau. „Wir haben im März angefangen und feiern jetzt schon Richtfest, das ging sehr zügig“, sagt sie. Die 15 ­seniorengerechten Wohneinheiten – alle mit Terrasse und Balkon oder im Obergeschoss sogar im Penthouse-Stil – sollen im April kommenden Jahres bezugsfertig sein. Die Gesamt-Wohnfläche beträgt 1150 Quadratmeter auf drei Etagen. Ausgeführt wird der Bau dabei nach Passivhaus-Standard mit Lüftungsanlage und Erdwärmepumpe sowie einer Photovoltaik-Anlage.

Bewohner habe große Wahlfreiheit

„Es sind alles Zweizimmer-Wohnungen mit Küche und Bad“, erklärt sie. Alle Einheiten seien bereits verkauft, nach der Fertigstellung werden sie entweder vermietet, „oder die ­Besitzer ziehen selbst ein“, sagt die Bauherrin.

Dann komme die Komponente „betreutes Wohnen“ ins Spiel: „Die Bewohner können frei wählen, ob sie dann Leistungen unseres Altenheims in Anspruch nehmen“, erläutert Knoll-Marin. Denn sie ist auch Geschäftsführerin des Alten- und Pflege­heims „Haus am Park“ in Fronhausen, das die Serviceleistungen erbringt. „Die Bewohner sollen sich so lange, wie sie können, selbst versorgen. Und wenn sie Hilfe benötigen, sind wir da.“

Ein ähnliches Projekt hatte die Geschäftsführerin bereits 2013 hinter dem Seniorenheim realisiert, „das kam so gut an, dass wir überlegt haben, das Konzept auszuweiten“. Als ihr dann das Grundstück der ehemaligen Gärtnerei in der Bellnhäuser Straße angeboten worden sei, habe sie die Gelegenheit ­ergriffen.

Vor Ort war auch Lieselotte Christian, ehemalige Besitzerin der Gärtnerei. Sie war sichtlich ergriffen. „Ich freue mich, wieder mal auf das Grundstück zu kommen, ich habe hier so lange gearbeitet – und es ist interessant zu sehen, was sich hier getan hat“, sagt sie. Ganz so groß habe sie sich den Bau nicht vorgestellt, „aber es sieht gut aus und ist für einen guten Zweck“, sagt sie.

von Andreas Schmidt

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr