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Marburger erhält Pokal für Bike-App

Firmengründer-Wochenende Marburger erhält Pokal für Bike-App

Dutzende aufstrebende Firmengründer präsentierten am Wochenende im TTZ ihre innovativen Projekte.

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Mit einem neuartigen Fahrrad-Tracker zur Diebstahlssicherung räumte Oliver Philipps aus Marburg den dritten Platz ab.

Quelle: Ina Tannert

Marburg. Von insgesamt 70 Teilnehmern mit 30 vorgestellten Konzepten kamen beim Startup-Weekend im Vorentscheid 11 in die engere Wahl. Das Wochenende nutzten die Marktneulinge, um ihre Ideen mit Experten, Produktmanagern und Mentoren auszufeilen. Am Sonntagnachmittag liefen die Entwicklerteams auf die Zielgerade ein. Ihre fertigen Projekte präsentierten sie vor einer fünfköpfigen Fachjury aus der Wirtschaftswelt.

Vier Minuten hatte jedes Team Zeit für einen allerletzten Pitch. Mit Spannung verfolgten Teilnehmer, Organisatoren und Unternehmer aus ganz Mittelhessen die rasanten Präsentationen via Power Point der sichtlich aufgeregten Teilnehmer. Die Bandbreite der verschiedenen Projektideen war groß, reichte von einer neuen Online-Lernplattform, über ein ausgefallenes Parkleitsystem oder einer intelligenten Registrierkassensoftware bis hin zur Dating-App für Menschen mit Behinderung.

App, die Jobsuchende und Firmen zusammenbringt

Den ersten Platz im Ranking erzielte „Instajobs“ – eine­ Handyapp, die Arbeitgeber und ­Arbeitnehmer zusammen­bringt, vom Jobangebot bis zum Vertragsabschluss.
Die App-Betreiber übernehmen dabei den Vorentscheid, der bislang dem Arbeitgeber zufiel, durchleuchten den Bewerber, gleichen geforderte Qualifikationen und Arbeitsnachweise mit den Vorgaben ab. „Das macht die ganze Sache sehr schlank für Arbeitgeber wie für Mitarbeiter“, lobte Alex Schurig vom Organisationsteam.

Für einige wohlmeinende Lacher im Publikum sorgte der humorvolle Pitch vom Team „Sleep everywhere“, das ein neuartiges, sehr mobiles Schlafkissen vorstellte, das auf Platz zwei landete. Der aufblasbare Kissensack aus Thermoplastik benötigt keinen Gurt, wie vergleichbare Produkte auf dem Markt. Er wird ­lediglich per Handschlaufen am Schläfer gesichert, sei dadurch besonders flexibel einsetzbar: „Wir wollen das Schlafen auf Reisen revolutionieren“, betonte Teamleiter Markus Schorsch.

Plattform für Markt-Neulinge

Auch Teilnehmer aus Marburg waren vertreten. Auf den dritten Platz schaffte es das Team von „Wimb“ oder auch „where is my bike“. Die Erfinder entwickelten einen modernen Fahrradtracker für E-Bikes, inklusive Diebstahlsicherung und App. Die Hardware kann im Inneren des Rads integriert werden, soll es Dieben besonders schwer machen, ihre Beute unbemerkt fortzuschaffen. „Es ist kein einfaches Gadget, sondern Teil des Bikes und hat zugleich eine abschreckende Wirkung“, erläuterte Teamleiter Oliver Philipps aus Marburg.

Für alle Markt-Neulinge bot die Plattform eine Chance, ihr Vermarktungskonzept an den Mann und auf den Markt zu bringen und mit dem eigenen Startup Fuß zu fassen. Verschiedene Anbieter von Unternehmensförderungsprogrammen stellten vor Ort ihre Arbeit vor. Die drei Siegerprojekte wurden mit einem Pokal prämiert.

Eine Referenz, die es den Jungunternehmern ermöglichen soll Förderer und Sponsoren für ihre Ideen zu gewinnen. Schon während des Wochenendes trafen Erfinder und etablierte Unternehmer aus Mittelhessen in lockerer Runde aufeinander, um Kontakte zu knüpfen.

„Es wurde ordentlich genetzwerkt und war eine gute Möglichkeit, in kürzester Zeit große Schritte zu machen und Erfolge zu erzielen. Das bringt die ­Region Mittelhessen voran“, zog Alex Schurig ein positives Fazit. Das Startup-Weekend fand zum zweiten Mal statt, erstmals in Marburg. Im kommenden Jahr ist Wetzlar als Austragungsort geplant.

von Ina Tannert

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