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Marburger Tapetenfabrik in Kurzarbeit

Exportrückgang Marburger Tapetenfabrik in Kurzarbeit

Mehr als 60 Prozent der Tapeten, die die Marburger Tapetenfabrik in Kirchhain produziert, gingen bisher ins Ausland. Doch der Export bricht zusammen, erklärte Ullrich Eitel, Inhaber und Geschäftsführer des Familienunternehmens.

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Ullrich Eitel berichtete bei einer Veranstaltung des CDU-Wirtschaftsrats zum Thema Internationale Zusammenarbeit auch über das Auslandsgeschäft seines Unternehmens.

Quelle: Anna Ntemiris

Kirchhain. Die Gründe sind politisch und liegen in den jeweiligen Ländern, die bisher Tapeten aus Deutschland importierten: Die Währungskrise in Russland, die Kriege in der Ukraine und in Syrien, Konjunktur-Rückgänge in China und Zoll-Verordnungen der Türkei haben Auswirkungen auf das Geschäft der Tapetenfabrik, so Eitel.

Eitel spricht von der größten Krise seit dem Krieg. Das Unternehmen, das seit 1845 als Familienbetrieb geführt wird, hatte in der Produktion im Vorjahr zeitweise Kurzarbeit eingeführt, auch jetzt müsse er wieder zu diesem Mittel greifen, um Mitarbeiter zu halten. 353 Beschäftigte hat das Unternehmen, das jüngst auch Erfolge vorzuweisen hat.

CDU-Wirtschaftsrat lädt zu Netzwerkabend

Erst vor rund zwei Wochen präsentierte Eitel der Fach- und Medienwelt die Tapeten-Kollektion von Sängerin Nena (die OP berichtete). „Doch Nenas Tapete ist eher ein Inlandsprodukt“, erklärt er vor rund 30 Unternehmern aus Mittelhessen.

Auf Einladung des CDU-Wirtschaftsrates Marburg-Biedenkopf unter Sektionssprecher Stefan A. Oberhansl diskutieren die Unternehmer beim Netzwerkabend über die Exportsituation und den globalen Wettbewerb der heimischen Unternehmen. Gastrednerin ist Tanja Gönner, Vorstandssprecherin der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und ehemalige Umweltministerin in Baden-Württemberg. Das Thema ihres Vortrags lautet „Internationale Zusammenarbeit: Chancen und Perspektiven für Mensch und Wirtschaft.“

Die Stärke Deutschlands sei die soziale Marktwirtschaft und der Mittelstand, so Gönner. Die Tapetenfabrik, die „für die Welt produziert“ sei daher klassisch für den Mittelstand. Deutschland versuche, den Grundgedanken der sozialen Marktwirtschaft auch in andere Länder zu tragen, erklärt sie und reißt verschiedene Themen kurz an, die als Impulse für die Diskussion im Netzwerk dienen.

von Anna Ntemiris

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