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Marburger Commerzbank setzt Wachstum fort

Neukundengewinnung Marburger Commerzbank setzt Wachstum fort

Trotz eines schwierigen Marktumfelds konnte die Commerzbank in Marburg im vergangenen Jahr weiter wachsen und 500 neue Kunden hinzugewinnen.

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Die Marburger Filiale der Commerzbank in der Herrenmühle konnte im vergangenen Jahr rund 500 Neukunden gewinnen.

Quelle: Nils B. Weber

Marburg. Im Privatkundengeschäft waren das kostenlose Girokonto und das Bekenntnis zu Filialen laut eigenen Angaben Wachstumstreiber. „Wir haben in Marburg netto knapp 500 neue Kunden gewonnen“, sagte Lars Leonhardt, Filialdirektor der Commerzbank am Pilgrimstein. Insgesamt hat die Filiale Marburg knapp 11.200 Privatkunden, dazu kommen 2570 Geschäftskunden.

Im Kreditgeschäft profitierte die Filiale von hoher Nachfrage aufgrund der niedrigen Zinsen. Das Neugeschäftsvolumen bei Konsumentenkrediten betrug 2,5 Millionen Euro im Gegensatz zu 1,5 Millionen Euro im Vorjahr. Bei Immobilienfinanzierungen waren es 28,8 Millionen Euro – 2015 hatte die Bank noch Immobilien im Wert von 27,4 Millionen Euro finanziert. Und auch im Wertpapiergeschäft war die Bank 2016 weiter auf Wachstumskurs: In Marburg lag das Depotvolumen bei 46,4 Millionen Euro. „Die niedrigen Zinsen nagen an Vermögen und Altersvorsorge der Sparer“, betonte Leonhardt. Wichtig sei deshalb, sich um seine Geldanlage zu kümmern. Zuletzt habe sich die Inflation spürbar erhöht: „Die schleichende Enteignung gewinnt an Tempo. Das Sparen von heute heißt Anlegen.“

Bereits zum vierten Mal in Folge hat die Commerzbank 2016 den bundesweiten Beratungstest „City Contest“ gewonnen. Ausruhen will sich die Bank darauf nicht. Man treibe den Umbau „aus einer Position der Stärke weiter voran“, sagte der Filialdirektor. So sei man die führende Multikanalbank in Deutschland, rund jeder fünfte Neukunde habe sein Konto bei der Bank online eröffnet. Trotzdem plane man keinen Rückzug aus der Fläche. Das Filialnetz solle mit neuen Flagship- und City-Filialen flexibler und kostengünstiger werden.

Zahl der Firmenkunden stieg um rund sechs Prozent

„Filialen sind unser Rückgrat für Wachstum – gerade jetzt, da sich Wettbewerber zurückziehen“, stellte Leonhardt fest. „Mit persönlicher Beratung und unserem kostenlosen Girokonto wollen wir Marktanteile in Marburg gewinnen.“

Regional sei die Commerzbank im Firmenkundengeschäft mit gut 150 Standorten sehr gut aufgestellt und habe auch 2016 in Mittel- und Nordhessen ein hervorragendes Ergebnis verzeichnet. „Unsere Kunden schätzen unsere regionale Nähe und gleichzeitig unsere ausgewiesene Expertise etwa bei Zins-, Währungs- und Rohstoffabsicherungen, aber auch insbesondere bei Exportfinanzierungen. Hier haben wir einen klaren Wettbewerbsvorteil. Unsere Strategie zahlt sich aus und wir konnten im vergangenen Jahr sowohl die Anzahl der Firmenkunden um knapp sechs Prozent auf über 1350 Firmenkunden als auch unser Kreditvolumen um drei Prozent auf über 730 Millionen Euro steigern“, so Marcel Bischof, Niederlassungsleiter Firmenkunden in Gießen.

Die Neukundengewinnung wolle man weiter ausbauen. „Insbesondere im kleineren Mittelstand wickeln viele Kunden ihre Geschäfte bisher aber noch bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken ab, dies wollen wir ändern“, so Marcel Bischof. Die Bank finanziere gut ein Drittel des gesamten deutschen Außenhandels und sei an Standorten in knapp 50 Ländern weltweit vertreten. Die neue Strategie „Commerzbank 4.0“ bedeute für das Firmenkunden-Center Gießen das, was es für die ganze Bank heiße: fokussieren, digitalisieren und effizienter werden. In diesem Jahr gehe es vor allem darum, das Fundament für das Firmenkundengeschäft der Zukunft zu legen.

Bischof: „Ein Thema wird hier ganz klar Priorität haben: Die weitere Verbesserung und Digitalisierung unseres Leistungsangebotes im Firmenkundengeschäft. Aber bei aller Digitalisierung wird regionale Nähe und persönliche Betreuung wesentlich bleiben.“

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