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Marburg bekommt ein Audi-Autohaus

Messeplatz Marburg bekommt ein Audi-Autohaus

Das Autohaus Brass, das bereits in Gießen ein Geschäft betreibt, hat Gewerbeflächen neben dem Messeplatz in Marburg gekauft. Dort soll nun das bisher einzige Audi-Autohaus in der Universitätsstadt errichtet werden.

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Ein Audi-Fahrer fährt am Grundstück neben dem Messeplatz in Marburg vorbei. Dort möchte ein Unternehmen aus Aschaffenburg Ende nächsten Jahres ein Audi-Autohaus eröffnen.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Der Notar muss den Kaufvertrag noch beurkunden, aber ansonsten ist schon alles festgezurrt: Die Stadt Marburg hat eine Fläche nördlich des Messeplatzes am Afföller von etwas über 15000 Quadratmetern an die Autohaus Brass Vertriebs GmbH & Co. KG. verkauft. Der Kaufpreis beträgt rund 1,5 Millionen Euro.

Das Unternehmen aus Aschaffenburg erklärte auf Anfrage der OP, dass es bis Ende nächsten Jahres dort ein modernes Audi-Terminal mit der kompletten Palette an Neufahrzeugen errichten will. Dazu werden auch eine Werkstatt und ein Gebrauchtwagenbereich gehören.

Oberbürgermeister Egon Vaupel wies darauf hin, dass seit der Schließung des Autohauses Herrmann vor einigen Jahren kein Audi-Händler mehr in Marburg vertreten ist. Für das mittelhessische Oberzentrum Marburg sei es wichtig, dass auch die Marke Audi am Standort vertreten sein müsse. Daher werde jetzt eine Lücke in der Angebotspalette geschlossen.

Autohaus-Geschäftsführer Ulrich Brass erklärte auf Anfrage der OP, dass Marburg mit seinem Umland genügend Potenzial für einen neuen Audi-Standort biete und er in Abstimmung mit Audi mit dem neuen Autohaus einen „weißen Fleck“ in der mittelhessischen Vertriebslandschaft von Audi schließen wolle. Das Grundstück Afföller-Nord werde durch die moderne Architektur und hochwertige Bebauung deutlich aufgewertet. Der Standort sei mit der Bundesstraße 3a sehr gut angebunden und die Nähe zu Wettbewerbern werde sich positiv auf die Geschäfte auswirken, so Brass weiter.

Das Unternehmen Brass ist mit den Marken Volkswagen, Audi und Škoda (Service) bereits an drei Standorten in Gießen und Lollar aktiv. Brass will nach eigenen Angaben in Marburg für Audi zirka fünf Millionen Euro investieren und im ersten Schritt dort 20 bis 25 Arbeitsplätze schaffen.

Stadtentwicklungsreferent Wolfgang Liprecht erklärte, dass mit der Ansiedlung von Audi in Afföller-Nord eine der letzten größeren Gewerbeflächen im Marburger Lahntal an ein Unternehmen veräußert wurde, das geeignet sei, die oberzentrale Bedeutung Marburgs weiter abzusichern und zu steigern. Deshalb sei es wichtig, dass sich gerade Audi für dieses Grundstück entschieden habe.

Nach Informationen der OP wollte die Stadt das Grundstück nicht an Gebrauchtwagenhändler oder Möbel-Discounter verkaufen. Auch sollten keine großen Einzelhändler „mit zentrenrelevanten Produkten“ dort ein neues Geschäft errichten - das ist baurechtlich dort nicht zugelassen. Der Kauf-Deal zeige, dass die Stadt vor mehreren Jahren richtig gehandelt habe, als sie die kurvige Straßenführung verlegt hatte. Zum Grundstück gehört auch ein Teil der alten Straßentrasse (Afföllerstraße) sowie ein noch nicht verfüllter Teil eines entlang der Bahntrasse verlaufenden Hohlweges. Größere Teilflächen des Grundstücks sind auf Straßenniveau aufgefüllt worden.

Am angrenzenden Messeplatz direkt ändert sich durch den Neubau nichts: Das Gelände, die Parkplätze und Anfahrtswege bleiben wie bisher, so Vaupel.

Das Land Hessen erhält aus dem Verkaufserlös von 1,5 Millionen Euro zirka 145000 Euro, erklärte Vaupel. Dies muss die Stadt als Ausgleichszahlung abführen, wenn das Grundstück bis zum Jahr 2020 vermarktet wird.

von Anna Ntemiris

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