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Managerin Sabine Kehm: „Natürlich fehlt Michael“

Familie Schumacher Managerin Sabine Kehm: „Natürlich fehlt Michael“

Eine bewegende Eröffnungsfeier erlebten rund 70 geladene Gäste im DVAG-Kongresszentrum.

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Corinna Schumacher erhielt von DVAG-Vorstandsmitglied Helge Lach einen Blumenstrauß. Neben ihr sitzen die Kinder Gina Maria und Mick Schumacher. An ihrer Seite ist auch DVAG-Vorstand Andreas Pohl. Die DVAG ist seit 20 Jahren Werbepartner von „Schumi“, Familie Pohl ist mit dem Weltmeister auch privat befreundet.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Ihre Stimme stockt. Die langjährige Managerin von Michael Schumacher, Sabine Kehm, hat sich auf die Rede vorbereitet, hat an der Erarbeitung der Ausstellung mitgewirkt. Dennoch ist dieser Moment nicht planbar gewesen. „Natürlich fehlt Michael. Leider können wir das nicht ändern. Wir müssen das akzeptieren“, sagt sie.

Am Montag kam es in Marburg zur feierlichen Eröffnung der Ausstellung  „Michael Schumacher – der Rekordweltmeister. 20 Jahre Partnerschaft mit der Deutschen Vermögensberatung“ .

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Vor ihr in der ersten Reihe sitzen Corinna Schumacher und die Kinder Mick (16) und Gina Maria (18). Corinnas Mutter Gabriele Betsch, „Schumis“ Vater Rolf Schumacher und seine Lebensgefährtin Barbara Stahl sind ebenfalls nach Marburg gekommen. Um die Ausstellung zu sehen, aber auch um die Verbundenheit mit der Familie Pohl zu zeigen. Kehm macht deutlich, warum die Familie des Formel1-Weltmeisters gekommen ist - und sich damit erstmals seit dem schlimmen Unfall vor zwei Jahren in der Öffentlichkeit zeigt. Das Verhältnis zur Familie Pohl sei „für Michael eine Herzensangelegenheit“, berichtet sie.

Corinna Schumacher lächelt

Robert Peil, Vorstandsmitglied der DVAG, ist sowohl mit Pohls als auch mit Schumachers befreundet. Der Marburger erinnert an schöne Momente der Begegnung am Rande von Veranstaltungen. Von den Versuchen, ihn beim Kartfahren in Kerpen zu besiegen oder das gemeinsame Fußballspielen in den DVAG-Ressorts in Portugal oder Österreich. Peil bezeichnet Michael Schumacher als einen humorvollen Menschen, der  „immer sehr wertschätzend“ sei.  Diese Wertschätzung werde auf beiden Seiten weitergeführt. Die Ausstellung findet „zur Ehre unseres Freundes Michael“ statt, so Peil. „Liebe Corinna, wir danken Dir für den Anteil an dieser Freundschaft“, sagt Robert Peil. Corinna Schumacher lächelt, ist sichtlich bewegt, lässt sich von Tochter Gina Maria ein Taschentuch reichen. Sohn Mick blickt nach vorne.

Dr. Helge Lach, ebenfalls Vorstandsmitglied der DVAG, sagt zu Corinna Schumacher: „Es ist nicht selbstverständlich, dass Sie sofort zu dieser Ausstellung zugesagt haben.“ An Sabine Kehm gerichtet sagt Lach: „Wir bewundern dich, wie du mit Indiskretionen umgehen musst, mit der Neugier der Medien.“ In  den vergangenen Tagen und Wochen rückten Boulevardmagazinen den Gesundheitszustand von Schumacher in den Vordergrund. Informationen dazu gibt es nicht. Corinna Schumacher gibt auch in Marburg keine Interviews. Im Gespräch mit der OP erklärt Sabine Kehm, dass die Ausstellung die sporthistorischen Erfolge von Schumacher in den Vordergrund rückt, „die darf man auch zeigen.“ Da die Grenzen zur Privatsphäre gewahrt werden, habe sie von Anfang die Konzeption der Ausstellung gern begleitet.

Eine Minute ohrenbetäubender Lärm

Unter den Gästen sind auch weitere Weggefährten wie zum Beispiel der frühere Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Formel1-Reporter Kai Ebel kennt „Schumi“ ebenfalls seit Jahren. Er erinnert an die Anfangszeiten der Erfolgsgeschichte, an den Beginn des Schumacher-Tourismus. „Die Leute haben auf einmal nicht mehr auf Mallorca Urlaub gemacht, sondern ihre Ferien am Hockenheimring verbracht.“ Erstmals lachen die Zuhörer, die bei den Reden zuvor ganz still waren. Die Stimmung lockert sich.

Ebel lädt das Publikum ein, nach draußen zu gehen. Dort gibt es die Überraschung: „Schumis“ erster Weltmeister-Rennwagen  (Benetton-Renault aus der Saison 1994). Der Motor läuft exakt eine Minute. Die ohrenbetäubenden Motorgeräusche – zuvor wurden Ohrstöpsel verteilt – sind der Startschuss für die Ausstellung. Corinna Schumacher wirkt gelöst, Gina Marie macht Handyfotos und zeigt sie ihrer Mutter sowie Andreas und Jaqueline Pohl. Zum anschließenden offiziellen Rundgang bleiben die Familien Schumacher und Pohl nicht mehr. Sie hatten vor der Veranstaltung die Schau gesehen – ganz privat.

von Anna Ntemiris

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