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"Maler des Jahres" kommt erneut aus Wollmar

Baudekoration Rees "Maler des Jahres" kommt erneut aus Wollmar

Das Unternehmen Baudekoration Rees aus Wollmar wurde zum „Maler des Jahres“ gekürt - und das nach 2013 bereits zum zweiten Mal.

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Matthias Heilig, Chefredakteur der Zeitschrift „Mappe“ (Mitte) übergab den Preis an Julia (von links), Timo, Elke und Otto Rees. Kleines Foto: Einer der neu gestalteten Klassenräume – Elke Rees legte neben der Farbigkeit vor allem Wert auf klare Strukturen.Fotos: Andreas Schmidt / privat

Wollmar. Ausgelobt wird der Branchenpreis jährlich von der Malerzeitschrift „Mappe“ - und vergeben wird er für „herausragende Innovationen, Optimierungen und Entwicklungen unternehmerischer und gestalterisch-technischer Hinsicht, die damit Impulse für neue Lösungsansätze in der Branche setzen“, heißt es vonseiten der Zeitschrift.

Die Jury kürte aus rund 70 Einreichungen Sieger in fünf Kategorien. „Es fällt auf, dass die Qualität der Einsendungen und das Niveau der eingereichten Projekte in diesem Jahr nochmals zugenommen hat“, so die Jury. Rees hatte sich in der Kategorie „Gestaltungskonzept gewerblich/öffentlich“ beworben. Denn das Unternehmen hatte Klassenräume der Grundschule in Münchhausen neu gestaltet. „Es war für mich eine ganz spezielle Herzensangelegenheit“, betont Elke Rees.

Denn schon während ihrer Diplomarbeit zur Farbberaterin hätten die Schüler in Münchhausen an einer Testreihe zum Farbsehen verschiedener Altersgruppen teilgenommen. „Ich kannte mich also mit den Farbvorlieben der Grundschulkinder bestens aus“, so Elke Rees.

Mit Farbe Atmosphäre des Vertrauens geschaffen

Sie habe den Dialog mit den Entscheidungsträgern gesucht, dabei auch die Wirkung von Farben auf die Schüler dargelegt. Elke Rees ist sich sicher: „Eine sinnvolle Gestaltung ist wie ein dritter Pädagoge - ein gut gestalteter Raum ist ebenso wichtig wie ein guter Lehrer und gutes Unterrichtsmaterial.“

Rees habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder Schulen nicht als komplexe Gebäude empfänden - sondern „vielmehr als Lebens- und Lernwelten, in denen sie eine prägende Zeit ihrer Kindheit verbringen“. Umso wichtiger sei also eine ansprechende Gestaltung. Dementsprechend habe sie durch eine strukturierte Gliederung und den gezielten Einsatz von Farben „eine Atmosphäre geschaffen, in der Vertrauen und Konzentration entstehen - und wo Wissen, Erfahrung, Spaß am Lernen und Kreativität vermittelt werden können“.

Die Ergebnisse packte Elke Rees nach Fertigstellung der Arbeiten in einen ledernen Schulranzen und schickte die Präsentation an die „Mappe“ - „wir waren völlig überrascht, dass wir noch einmal den Titel bekamen“, erzählt sie.

„Mappe“-Chefredakteur Matthias Heilig bezeichnete das Unternehmen in Wollmar als „ein leuchtendes, gutes Beispiel, wie Malerhandwerk in der heutigen Zeit gelebt werden kann“. Rund 80 Bewerbungen seien für den Wettbewerb eingegangen. „Schon als der Schulranzen bei uns ankam, dachte ich, dass dort wieder etwas ganz Besonderes drin ist“, verdeutlicht Heilig. Und damit hatte er recht - denn unter den rund 80 Einsendungen kürte die Jury Baudekoration Rees erneut zum „Maler des Jahres“.

Landesinnungsmeister Klaus Leithäuser sagte, man könne deutlich erkennen, „wie viel Freude, Engagement - aber auch Arbeit in dem Projekt steckt. Aber der Preis zeigt auch, dass die Arbeit zu etwas führt.“

Der stellvertretende Kreishandwerksmeister Hartmut Pfeiffer verdeutlichte bei seiner Gratulation: „So etwas zu erreichen ist nicht ganz ohne. Denn man muss sich neben dem täglichen Geschäft auch um die Bewerbung kümmern - und braucht eine tolle Idee.“

Für Bürgermeister Peter Funk ist klar: „Die Schule ist jetzt ein Vorzeige-Objekt, es ist etwas Prachtvolles entstanden.“ Das sei nun natürlich auch dem Engagement von Rees zu verdanken. „Bei uns als kleiner Kommune, die keine Industrie hat, steht das Handwerk an erster Stelle - es gibt viele Betriebe, die innovative Ideen haben und vieles hier verwirklichen. Darauf können wir als Gemeinde stolz sein.“

von Andreas Schmidt

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