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Logistikzentrum in Görzhausen wächst

Pharmaserv baut Lagerkapazitäten aus Logistikzentrum in Görzhausen wächst

Seit Ende vergangenen Jahres sind am Standort Görzhausen wieder Bauarbeiter aktiv: Pharmaserv erweitert sein Logistikzentrum mit einem Neubau.

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Pharmaserv-Geschäftsführer Thomas Janssen (rechts) und Dr. Martin Egger, Leiter von Pharmaserv Logistics, vor dem Neubau.

Quelle: Andreas Schmidt

Marburg. Einiges an der Infrastruktur am Standort Görzhausen wurde in diesem Jahr bereits geändert. „Zumindest merken das die Michelbacher, die auf diesem Weg in die Stadt fahren wollen, dass sie jetzt einen Schlenker ums Werksgelände machen“, sagt Thomas Janssen, Geschäftsführer des Standortbetreibers Pharmaserv.

Grund für den „Schlenker“ ist die Verlegung der Kreisstraße. Denn Pharmaserv hat eine 3,3 Hektar große Fläche, die – durch die vorherige Kreisstraße vom Werksgelände getrennt – an den Standort anschloss, von der Stadtentwicklungsgesellschaft gekauft. Und dort entsteht derzeit das neue Logistikzentrum, das Ende des

Bisher ist die Logistik noch an mehreren Orten verteilt: Im Hauptwerk gibt es zwei „Lagerhallen“, in 2010 wurde am Standort Görzhausen ein Logistiklager eröffnet. „Mit dem neuen Lager M 486 sollen die bisherigen Standorte auch ein Stück weit konsolidiert werden“, erläutert Janssen. Denn wenn der Neubau – voraussichtlich Ende des Jahres – fertiggestellt ist, wird das „Central Pharma Distribution Center“ am Standort Görzhausen eine Kapazität von rund 8000 Quadratmetern Lagerfläche umfassen – mit verschiedenen Temperaturbereichen, um allen Anforderungen von Pharma- und Biotech-Firmen gerecht zu werden.

Unternehmen will Logistik-Sparte ausweiten

Auf den Neubau entfallen dabei knapp 4000 Quadratmeter – genug Raum für etwa 4500 Palettenstellplätze. Außerdem entsteht ein Kopfbau mit Büroflächen, in dem künftig die Mitarbeiter des Logistik-Bereichs untergebracht werden. Insgesamt stehen den Kunden somit verschiedene Temperaturbereiche für die Lagerung, den Umschlag und die Distribution pharmazeutischer Produkte zur Verfügung.

Denn Pharmaserv möchte seine Logistik-Sparte ausweiten. Aus diesem Grund tritt seit Anfang des Jahres dieser Bereich eigenständig als „Pharmaserv Logistics“ auf – zu erkennen an dem bekannten Pharmaserv-Logo, das jedoch in Blau statt dem bisherigen Grün ausgeführt ist.

Unter dem Motto „Serving your Market“ will man sich den steigenden Marktanforderungen der internationalen Biotech- und Pharmabranche stellen und nicht nur auf den Marburger Standort reduziert werden. Leiter von Pharmaserv Logistics ist Dr. Martin Egger. „Unser Ziel ist es, mit unseren spezialisierten Logistiklösungen in der Pharma- und Biotechbranche bis Ende des Jahres am internationalen Markt bekannt zu werden“, sagt er.

Kundenakquise ist im Pharma-Sektor schwierig

Doch Egger weiß, dass dies nicht leicht ist, denn: „Die Wechselbereitschaft von Firmen ist in der Pharma-Branche gering.“ Dennoch sehe man das Ziel realistisch – aufgrund der immensen Erfahrung, die Pharmaserv bereits durch die Logistik-Tätigkeit für die Standortfirmen in Marburg gesammelt habe.

„In der Branche braucht man etwa zwei Jahre, um einen Kunden zu generieren“, weiß Egger. Denn anders als beim „normalen Paketversand“ müssen beispielsweise Temperaturen nicht nur gewährleistet, sondern auch protokolliert werden. „Ein potenzieller neuer Kunde kommt zunächst zu Besuch, dann gibt es ein Audit, danach muss ein Vertrag abgeschlossen werden – und dann werden Tests vorgenommen. Wenn es richtig schnell geht, dauert es ein halbes Jahr“, sagt Egger.

Durch das Zentrallagerkonzept will man auch internationale Pharmakunden bei ihren Bestrebungen, den europäischen Markt zu erschließen und zu beliefern, effizient unterstützen. Außerdem sollen auch die Bestandskunden davon profitieren. „Wir mussten dieses Jahr bereits rund 500 bis 600 Paletten ablehnen, weil in den Temperaturbereichen kein Platz mehr war“, sagt Egger. Diese Kapazitäten könne man nach der Eröffnung bedienen. Zur Investitionssumme wollte Geschäftsführer Thomas Janssen keine Angaben machen.

von Andreas Schmidt

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