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Lehrplan für Pilotschulen steht

Kooperation Lehrplan für Pilotschulen steht

Die Lehrplan-Entwicklung für die Mittelstufenschule ist abgeschlossen. Im Ostkreis kooperieren die Beruflichen Schulen Kirchhain und die Alfred-Wegener-Schule künftig als Pilotschulen.

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Vertreter des Hessischen Kultusministeriums verteilten die neuen Lehrpläne.

Quelle: Klaus Böttcher

Kirchhain. Die Schüler des achten Jahrganges der Alfred-Wegener-Schule (AWS) staunten nicht schlecht, als sie zum ersten Mal die Unterrichtsräume ihrer Nachbarschule betraten. Etwas überrascht standen die Haupt- und Realschüler in einer der drei Großküchen der Beruflichen Schulen Kirchhain (BSK). Diese ist mit vielen Arbeitsplätzen und professionellen Küchengeräten ausgestattet.

In der Werkstatt ging es den Schülern ähnlich. Sie bestaunten neben jeder Menge Werkzeug auch Schraubstöcke und Fräsmaschinen. Dabei hatten sie die CNC-Drehmaschine noch gar nicht in Aktion gesehen. Im hinteren Teil des Geländes entdeckten sie außerdem noch ein Gewächshaus.

So ging der Schnuppertag an den BSK schnell vorbei, doch die Schüler werden bald wiederkommen, da beide Schulen eine Kooperation eingegangen sind. Sie wollen als Pilotschulen im Ostkreis Haupt- und Realschülern eine attraktive Zukunftsperspektive durch den Besuch der Mittelstufenschule bieten.

Diese in Hessen neue Schulform führt den Haupt- und Realschulzweig zusammen.

Neben der individuellen Förderung ist die Berufsorientierung ein zentraler Bestandteil des gesamten Unterrichts.

Einerseits wird damit die Ausbildungsreife gezielt gefördert. Andererseits ermöglicht die systematische Berufsorientierung den Schülern frühzeitig, eine klare Vorstellung über die infrage kommenden Berufe zu entwickeln. So können sie gemeinsam mit ihren Eltern eine fundierte Berufsentscheidung treffen.

Bei der Abschlussveranstaltung zur Curricula-Entwicklung für die Mittelstufenschule sagte der Schulleiter der BSK, Frank Heiwig, dass er sich auf die Kooperation mit der AWS freue und überzeugt sei, dass die Mittelstufenschule eine neue Qualität für die Berufsentscheidung der Schüler der allgemeinbildenden Schulen bedeute. Die zuständigen Vertreter des Hessischen Kultusministeriums überreichten jedem der 30 Lehrkräfte beider Schulen ein Exemplar der in dieser Arbeitsgruppe entwickelten Lehrpläne.

Während der dreijährigen Arbeitsphase entwickelten berufliche und allgemeinbildende Lehrkräfte gemeinsam ein Curriculum für die Fachrichtungen Gesundheit und Soziales sowie Technik und Wirtschaft. In den einzelnen Fachrichtungen können die Schüler später zwischen unterschiedlichen Schwerpunkten wählen. Zum Beispiel zählen Holz, Metall und Elektro zu den Angeboten im technischen Zweig. Wer die Fachrichtung Wirtschaft besucht, kann auch Erfahrungen im Bereich Ernährung sammeln.

von Klaus Böttcher

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