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Lehrer fordern weniger Arbeit und mehr Geld

Warnstreik Lehrer fordern weniger Arbeit und mehr Geld

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes in Hessen haben die Gewerkschaften den Druck auf das Land erhöht.

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Auch an der Adolf-Reichwein-Schule in Marburg demonstrierten Lehrer.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Rund 4000 Beschäftigte gingen am Mittwoch bei Warnstreiks in Kassel, Gießen und Darmstadt für die Forderung nach 5,5 Prozent mehr Geld auf die Straße. Mehr als 20 Lehrer der Adolf-Reichwein-Schule in Marburg protestierten am Mittwochmittag vor dem Eingang der Schule, Unterricht fiel dadurch nicht aus.

„Unsere Arbeit ist es wert“: Unter diesem Motto bekundete die Schulgruppe der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ihre Solidarität mit den Forderungen der Tarifbeschäftigten in den Schulen und Hochschulen des Landes Hessen.

Laut GEW beteiligten sich viele Marburger an der Demo in Gießen. Die Lehrer fordern eine Stunde weniger Arbeit pro Woche und mehr Gehalt. Eine Nullrunde für die Beamten wäre eine fatales Zeichen, ein Angriff auf die Tarifentwicklung in Hessen, hieß es.

Die Forderungen der GEW:

  • Die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung eines guten Tarifergebnisses auf die Beamten sowie auf die Versorgungsempfänger.
  • Eine Verkürzung der Arbeitszeiten. Die Lehrerarbeitszeit in Hessen ist eine der höchsten in der gesamten Bundesrepublik.
  • Die Übertragung der 2009 tariflich vereinbarten 40-Stunden-Woche auf die Beamten und auf alle Lehrkräfte. Das bedeutet für alle Lehrkräfte eine Reduktion um eine Pflichtstunde, in der Regel müssen Lehrer 25 Stunden pro Woche unterrichten. Die Vor- und Nachbereitung nimmt dabei in Schulen mit großen Klassen sehr viel Zeit in Anspruch. „Wir haben einen tollen Job, der immer anstrengender wird“, sagte Angelika Schwank von der GEW.

Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) bezeichnete die Forderung dagegen als stark überzogen. Die Proteste seien unnötig, da die Verhandlungen für die rund 45 000 Landesbeschäftigten bereits konstruktiv gestartet seien. Hessen verhandelt eigenständig für seine Beschäftigten, da es 2004 aus der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) ausgetreten war. Verdi-Landesbezirksleiter Jürgen Bothner forderte bei der Protestkundgebung in Kassel ein verhandlungsfähiges Angebot des Landes. Der ganztägige Ausstand sei ein erstes Warnsignal.

von Anna Ntemiris und unserer Agentur

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