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Lehrer erhalten Einblick in medialen Wandel

Arbeitskreis „SchuleWirtschaft“ Lehrer erhalten Einblick in medialen Wandel

Welche Ausbildungen bietet das Verlagshaus HITZEROTH? Wie arbeitet die Redaktion? Und wie hat sich die Medienwelt verändert? Darüber informierte sich der Arbeitskreis „SchuleWirtschaft“ bei der OP.

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OP-Chefredakteur Christoph Linne (rechts) informierte Mitglieder des Arbeitskreises „SchuleWirtschaft“ über die Arbeit des Verlages.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Rainer Hoffarth, Sprecher des Arbeitskreises Marburg, stellte fest, dass es wohl einen inoffiziellen, zehnjährigen Turnus für die Besuche im Verlagshaus geben müsse. Denn 1997 war der Arbeitskreis ebenso bei der OP zu Gast, wie auch 2007.

„In den vergangenen zehn Jahren ist immens viel passiert“, sagte OP-Chefredakteur Christoph Linne. Er zeigte auf, wie sich alleine das Medienverhalten in den vergangenen Jahren gewandelt hat: Von Zeitung, Fernsehen und Radio als Informationsquellen mit verschiedenen Geräten hin zu einem Multikanal-Angebot, das hauptsächlich auf Smartphones und Laptops konsumiert wird.

„Es gibt von jedem Gerät Zugriff auf alle Medien – der Nutzer entscheidet, wann und wie er auf Inhalte zugreift. Und das losgelöst von Zeit und Raum“, sagte Linne. Diesen Entwicklungen habe die OP mit der Schaffung ihrer digitalen Angebote in den vergangenen Jahren konsequent Rechnung getragen. „Wir mussten uns von dem Gedanken lösen, dass wir eine Papierausgabe ausliefern und das war‘s“, sagte der Chefredakteur.

Doch für Linne ist klar: Trotz der globalen Vernetzung und sämtlicher digitalen Angebote hat sich die OP so aufgestellt, „dass wir weiterhin ein klares Bekenntnis zu unserer Heimat ablegen“ – das sei die Stärke des Medienhauses.

Für ihn ist klar: „Auch die gedruckte Zeitung ist immer noch sexy. Überall da, wo sie ist, wirkt sie auch.“ Das zeige beispielsweise das Projekt „Schüler lesen die OP“, bei der sich der Blickwinkel der jungen Leute erheblich weite – ein Beleg, „welche Schanierfunktion die Zeitung in der Gesellschaft hat“.

Linne: Auch in zehn Jahren gibt es die Printausgabe

Es sei wichtig, Nachrichten vor allem vor dem Hintergrund der „Fake News“-Debatte einzuordnen, unabhängig und neutral zu berichten und glaubwürdig zu sein. Und das immer auf Augenhöhe mit den Lesern, „damit unser Slogan ,meine Heimat – meine Zeitung‘ zutrifft“.

Welche Voraussetzungen müssen Journalisten mitbringen? – das war eine der Fragen der Mitglieder. Neben Neugier, Sprachgefühl, Flexibilität und Gewissenhaftigkeit müssen sie stressresistent sein und auch dann arbeiten, wenn andere frei haben – etwa abends oder am Wochenende. Neben Redakteuren bildet der Verlag auch Mediengestalter oder Verlagskaufleute aus.

Wird es auch in Zukunft noch die gedruckte Zeitung geben? „Die Antwort auf diese Millionen-Euro-Frage hat noch keiner gefunden“, so Linne. Fakt sei: Auch das Printprodukt werde sich weiterentwickeln und beispielsweise ein spitzeres Angebot bieten. „Mit der regionalen Positionierung fahren wir allerdings gut – auch, wenn Sie uns in zehn Jahren wieder besuchen, wird es weiterhin die gedruckte Zeitung geben“, so Linne schmunzelnd.

Eine kostenlose, rein durch Werbung finanzierte Tageszeitung ist aus seiner Sicht unrealistisch. Und auch ein kostenloses Online-Angebot sei ein falsches Signal, „denn es gibt ja gute Gründe, warum recherchierte Artikel ihren Preis wert sind“.

von Andreas Schmidt

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