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Leckere Eiszeit am Uni-Klinikum

Tarifstreit Leckere Eiszeit am Uni-Klinikum

Frei nach dem Motto „Am UKGM brechen frostige Zeiten an“ verteilten Mitglieder der Gewerkschaft Verdi am Montag Eis an ihre Kollegen im UKGM. Hintergrund ist der Tarifkonflikt am Klinikum.

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Die Verdi-Mitglieder Tobias Fischer (ab Dritter von links), Johanna Bambeck und Björn Borgmann verteilten am Montag Eis an die Mitarbeiter im Uni-Klinikum.

Quelle: Andreas Schmidt

Marburg. Die Arbeitgeber hatten kürzlich in der zweiten Verhandlungsrunde eine Gehaltssteigerung in Höhe von 4,5 Prozent angeboten – doch der Gewerkschaft reicht dies nicht.

„Daher war es uns wichtig, noch einmal ein Zeichen zu setzen – und das in unserer Freizeit“, betonte Björn Borgmann, Verdi-Mitglied und Betriebsrat. „Denn das Angebot ist in Wirklichkeit viel niedriger – es bedeutet Nullmonate, nur eine sehr geringe Erhöhung der Einkommen – teilweise erst im nächsten Jahr“, so Borgmann.

Also zogen am Montag ab 11 Uhr rund 25 Verdi-Gewerkschafter durchs Klinikum und haben 1600 Eis an die Mitarbeiter verteilt – als kleine Wertschätzung und um eben auf die „frostigen Zeiten“ aufmerksam zu machen – „und darauf, dass es wichtig ist, gewerkschaftlich organisiert zu sein“, so Borgmann. „Die Leute haben uns das Eis quasi aus den Händen gerissen“, erzählt er – innerhalb einer Stunde waren die Leckereien verteilt.

Michael Kroll fügt hinzu: „Wir konnten sehr viele positive Gespräche führen und den Mitarbeitern klar machen, warum wir das Arbeitgeberangebot für eine Mogelpackung halten. In den letzten Wochen ist es der Verdi-Betriebsgruppe gelungen, mit den Themen Tarifrunde und Gesundheitsschutztarifvertrag etwa zwölf Prozent an Mitgliedern zuzulegen, was für einen Arbeitskampf am UKGM natürlich für uns von Vorteil ist.“

Verdi sei zuversichtlich, „dass wir das bis zum nächsten Verhandlungstermin am 18. Juni auch noch steigern werden.“ Sollten die Arbeitgeber kein besseres Angebot vorlegen „müssen wir zweifelsohne schauen, wie wir damit umgehen“.

von Andreas Schmidt

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