Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 13 ° Regen

Navigation:
Lebensmittel sind teurer geworden

OP-Warenkorb, Inflation Lebensmittel sind teurer geworden

Gut und günstig sollen Lebensmittel, Getränke und Drogeriewaren nach Möglichkeit sein. Dass der Inhalt teilweise immer weniger und die Produkte immer teurer werden, zeigt der Warenkorb, den die OP regelmäßig füllt.

Voriger Artikel
Mit Menschen-Hand und Gottes Segen
Nächster Artikel
Familienfreundlichkeit wird honoriert

35 Artikel des täglichen Bedarfs von Lebensmitteln über Getränke bis zu Drogeriewaren enthält der OP-Warenkorb.

Marburg. 35 Produkte des täglichen Bedarfs – von der Fettcreme und dem Rasiergel über Obst und Käse bis hin zu Apfelsaft und Cola – füllen regelmäßig den OP-Warenkorb. Der diesjährige Einkauf war im Vergleich allerdings bislang auch der teuerste: Insgesamt 99 Euro und 16 Cent kosteten die Artikel jetzt. Anfang des Jahres 2012 stand am Ende des Kassenzettels noch ein Gesamtbetrag von 95,90 Euro. Das ist eine Preissteigerung von fast vier Prozent. Im Vergleich mit dem Einkauf im Jahr 2010 war es eine Steigerung um gut sechs Prozent.

Vor allem der Preis von Getränken ist deutlich angestiegen. Auch für Drogeriewaren musste in der Abrechnung mehr gezahlt werden – denn für den gleichen Preis gab es häufig weniger Inhalt. Füllten beispielsweise vor zwei Jahren noch 52 Windeln eine Packung, so sind es mittlerweile nur noch 35.

Für Lebensmittel wie Apfelmus, Haferflocken, Goldbären und Käse war ebenfalls mehr Geld fällig.

Preisanstieg ist weltweiter Konjunktur geschuldet

Das Statistische Bundesamt bestätigt diese Entwicklung: 2013 verteuerten sich Lebensmittel in Deutschland demnach so stark wie seit fünf Jahren nicht mehr. Die Preise zogen um 4,4 Prozent an, wie das Amt mitteilt. Die Preise für Nahrungsmittel stiegen damit fast dreimal so stark an wie die Lebenshaltungskosten. Die Inflationsrate fiel im vergangenen Jahr mit 1,5 Prozent so niedrig aus wie seit 2010 nicht mehr, weil Tanken und Heizen deutlich günstiger wurden.

Der Grund für den Preisanstieg liegt in der weltweiten Konjunktur. In Ländern wie Russland und China wächst die Mittelschicht, die sich an westlichen Ernährungsgewohnheiten orientiert. Dadurch steigt unter anderem die Nachfrage nach Milch, Käse, Fleisch.

Besonders deutlich fiel der Preisaufschlag laut Statistischem Bundesamt bei Kartoffeln (+28,7 Prozent), Äpfeln (+14,9 Prozent) und Butter (+16,1 Prozent) aus. Grund dafür waren neben der weltweit gestiegenen Nachfrage auch witterungsbedingte Ernteausfälle durch den langen Winter, den feuchten Frühling und den heißen Sommer.

Im OP-Warenkorb machten sich vor allem die gestiegenen Preise für Getränke bemerkbar. So musste für Bier (1 Euro), Sekt (30 Cent), Cola (1 Euro) und Mineralwasser (20 Cent) aber auch Apfelsaft (14 Cent) und Milch (14 Cent) mehr gezahlt werden.

Günstiger gab es im Vergleich zum Einkauf vor zwei Jahren Fettcreme, Duschgel, Alufolie und Ananasscheiben.

Die OP füllt ihren Warenkorb seit dem Jahr 2005 regelmäßig mit den gleichen 35 Artikeln aus den gleichen vier Supermärkten in Marburg. Der bislang günstigste Einkauf stammt aus dem Sommer 2010. Damals mussten für die 35 Artikel nur knapp 93 Euro bezahlt werden.

von Katharina Kaufmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr