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Lebenshilfewerk setzt auf Strom vom Dach

Photovoltaik Lebenshilfewerk setzt auf Strom vom Dach

Eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 38,5 Kilowatt peak haben die Stadtwerke Marburg auf dem Dach der Lebenshilfe installiert. Sie soll zur Eigenstromnutzung der Lebenshilfe dienen.

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Dem Lebenshilfswerk auf‘s Dach gestiegen: Roland Wagner, Jörg Habiuk, Dr. Franz Kahle, Rainer Kühne und Willi Kahler begutachteten die neue Anlage.

Quelle: Marcus Hergenhan

Marburg. Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Dr. Franz Kahle ist überzeugt von dem Konzept der Energiegewinnung durch Sonnenkraft und freute sich daher über die erfolgreiche Installation auf dem Dach des Lebenshilfewerks Marburg. „Viele Menschen fürchten ja um die dauerhafte Haltbarkeit dieser Geräte, aber ich kann ihnen versichern, so lange nicht gerade wie bei mir daheim ein Marder zuschlägt, halten Photovoltaikanlagen in unseren Breiten über 30 Jahre“, sagte er.

Auch ein Blockheizkraftwerk mit Gasbetrieb wird in den nächsten Wochen dazugeschaltet werden, dann kann die Einrichtung insgesamt etwa ein gutes Drittel des eigenen Stromverbrauchs selbst erzeugen.

„Besonders unter diesen Umständen lohnt sich eine solche Investition, da man mehr über den Verzicht an Fremdstrom einsparen kann, als über den Verkauf durch Einspeisung zu erzielen ist“, erläuterte Geschäftsführer Rainer Kühne von den Stadtwerken Marburg, die die Anlage im Wert 300000 Euro betreiben.

Hoher Strombedarf auch zu ungünstigen Zeiten

Generell seien die langlebigen Solarflächen besonders dann eine Überlegung wert, wenn es um öffentliche Einrichtungen gehe, die langfristig planen könnten. „Sie müssen meistens schon mit gut zehn Jahren rechnen, bis sich eine solche Anlage amortisiert hat“, so Kühne. Auch die Art des Stromverbrauchs spiele eine große Rolle, denn nicht immer ließen sich die Spitzenlasten mit dem wechselhaften Bedarf einer größeren Einrichtung abstimmen.

„Wir haben durch die Großküche, die Schreinerei und die Wäscherei teilweise die größten Anforderungen zu ungünstigen Uhrzeiten, deswegen brauchen wir immer auch einen Teil Strom aus dem Netz, wobei wir uns hier bewusst für Strom aus Wasserkraft entschieden haben“, erklärte der Einrichtungsleiter Technik der Lebenshilfe, Willi Kahler.

Da das Lebenshilfewerk schon seit jeher das Heizgas bei den Stadtwerken beziehe und bereit war, einem Vertrag über 15 Jahre zuzustimmen, war es möglich, dass die Anlage im Besitz des städtischen Energieversorgers bleibt. „Dadurch können wir uns den Aufwand mit der Technik und Instandhaltung sparen“, erklärt der Vorstand der Lebenshilfe, Roland Wagner. Dank der robusten Siliziumbahnen sei dieser allerdings zumindest für die Photovoltaik überschaubar, die älteste Anlage der Stadt erreiche auch nach 35 Jahren immer noch rund 80 Prozent ihrer Ursprungsleistung. Lediglich die Leitungskabel seien so anfällig wie alle anderen Stromleitungen auch - bleibt also zu hoffen, dass die Lebenshilfe von Mardern verschont bleibt.

von Marcus Hergenhan

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