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Kunden setzen auf Betongold

Sparkassen-Bilanz Kunden setzen auf Betongold

Viele Bürger investierten 2012 in Immobilien und liehen sich dafür Geld. Die Sparkasse Marburg-Biedenkopf vergab im Vergleich zu 2011 fast elf Prozent mehr neuer Kredite.

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Vorstandschef Andreas Bartsch (von links) sowie die Vorstandsmitglieder Rolf Zährl und Norbert Höpp gaben die Jahresbilanz der Sparkasse Marburg-Biedenkopf bekannt.Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Es ist die erste Jahresbilanz, die Andreas Bartsch als Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Marburg-Biedenkopf vorlegt - und sie ist erfolgreich. „Das freut mich natürlich sehr“, sagt Bartsch, der vor fast einem Jahr als Chef der Sparkasse Göttingen nach Marburg wechselte. Zum 31. Dezember 2012 stieg die Bilanzsumme der Sparkasse um 27,7 Millionen Euro auf 3.133,5 Millionen Euro.

Elf Prozent mehr Darlehen vergeben

Besonders gut hat sich das Kreditgeschäft entwickelt: Die Zahl der neu bewilligten Darlehen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 10,8 Prozent. Jeweils die Hälfte davon ging an Privatpersonen und heimische Unternehmen, erklärte Bartsch.

Insgesamt 8160 neue Darlehen mit einem Volumen von insgesamt 334 Millionen Euro wurden bewilligt, erklärte Vorstandsmitglied Norbert Höpp.

Der Anstieg bei den Investitionen vieler Bürger in Betongold - Immobilien - und der Trend zu energetischen Sanierungen bescherte auch dem heimischen Kreditinstitut ein Plus.

Es wurden zwei Prozent mehr Wohnungsbaukredite im Vergleich zum Vorjahr vergeben, und beim Bauspargeschäft gab es ein Plus von fast zehn Prozent. Anders ausgedrückt: Die Kundenberater vermittelten fast 3000 Bausparverträge mit einer Sparsumme von insgesamt 65 Millionen Euro.

Die Anzahl der „Modernisierungsdarlehen“ - zum Beispiel für die energetische Sanierung von Häusern und Wohnungen - habe sich auf 2244 mehr als verdoppelt.

Nicht nur Häuslebauer und Wohnungseigentümer, sondern auch 45 Existenzgründer liehen sich Geld bei der Sparkasse. Das Finanzierungsvolumen für die neuen Unternehmen betrug 1,8 Millionen Euro - „fast 60 neue Arbeitsplätze konnten so in der Region geschaffen werden“, rechnet Bartsch vor.

Auch das Einlagengeschäft , vor allem unter Berücksichtigung der Zinsentwicklung und dem harten Wettbewerb „mit teilweise marktfernen Konditionen einiger, auch staatlich geschützter, Mitbewerber“ sei zufriedenstellend gewesen. Die Kundeneinlagen betrugen insgesamt 2.585 Millionen Euro. Das ist ein Zuwachs von 0,2 Prozent. Bei dem anhaltend niedrigen Zinsniveau meiden viele Kunden Produkte mit festen Laufzeiten und festen Zinssätzen. Tagesgeld- und Geldmarktkonten lagen dagegen im Trend, so Bartsch.

Auch in Wertpapiere investierten mehr Kunden als im Vorjahr. Der Bestand in den Depots der Kunden stieg um über sieben Prozent auf 475,1 Millionen Euro. „Das Geld bleibt vor allem hier in der Region“, betont Bartsch. 4,7 Millionen Euro wurden an die Träger ausgeschüttet. Die Sparkasse ist das einzige Kreditinstitut. das ausschließlich für die Stadt Marburg und den gesamten Landkreis wirtschaftliche und gesellschaftliche Verantwortung übernehme. Das spiegle sich nicht nur in nackten Zahlen, sondern auch in der Sicherheit wider, die man Kunden, Kommunen und Kollegen biete, so Bartsch. Er blickt optimistisch, aber nicht euphorisch auf das laufende Jahr. Erwartet werde ein leichter Wachstum, ein stabiler Arbeitsmarkt und ein weiterhin niedriger Zinssatz - bei leichter Steigerung. Die Sparkasse will in diesem Jahr ihre Geschäftsstelle in Gladenbach umbauen - das werde ähnlich wie in Kirchhain zirka eine Million Euro kosten. Auch die Filiale in der Zeppelinstraße und das Parkdeck der Sparkasse in der Universitätsstraße müssen saniert werden.

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