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Arbeit mit inklusivem Ansatz

Krug Kunststofftechnik Arbeit mit inklusivem Ansatz

Bei Krug Kunststofftechnik arbeiten nun 15 Menschen mit geistiger Behinderung: Das Unternehmen unterzeichnete einen Vertrag über die Einrichtung eines Außenarbeitsplatzes mit dem Lebenshilfewerk.

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An den Arbeitsplätzen, an denen seit Mittwoch die neuen Mitarbeiter tätig sind, unterzeichneten ­Jochen Krug (von links), Roland Wagner und Horst Viehl den Vertrag über die Einrichtung der ­Außenarbeitsgruppe in Breidenbach.

Quelle: Sascha Valentin

Breidenbach. Damit folgt Krug dem Beispiel der Firma GEA Food Solutions in Wallau, wo bereits 2008 eine Außenarbeitsgruppe der Hinterländer Werkstätten (HLW) eingerichtet wurde. Tatsächlich sei er darüber auf die Idee gekommen und habe den Hinterländer Werkstätten eine solche Zusammenarbeit auch für sein Unternehmen angeboten, erläutert Geschäftsführer Jochen Krug.

In der Kunststofftechnik biete sich eine solche Kooperation an, da dort verschiedene Aufgaben anfielen, die von den Mitarbeitern erledigt werden könnten. Konkret geht es um die Kommissionierung von Bauteilen verschiedener Produkte. Dazu gehören etwa die Bestandteile von Mülleimersystemen für die Firma Hailo oder Bauteile für die Firma Rittal.

Die Mitarbeiter stellen dabei jeweils die benötigten Teile nach vorgegebenem Muster zusammen. „Ich kenne die Zusammenarbeit bei GEA, aber für uns ist das Neuland“, sagte Krug. Von den Mitarbeitern in Breidenbach sei die Ankündigung, dass sie „Zuwachs“ bekommen, jedoch sehr positiv aufgenommen worden.

Außenstehende werden keinen Unterschied merken

Nicht anders gehe es denjenigen, die nun bei der Firma Krug arbeiten werden, bestätigte Peter Liebetrau, Einrichtungsleiter bei den Hinterländer Werkstätten. Für sie mache es nämlich einen großen Unterschied, ob sie in den Werkstätten in Dautphe arbeiteten oder einer Arbeit in einem anderen Betrieb nachgingen. Voller Stolz erzählten die Betroffenen, dass sie demnächst für Krug arbeiteten. Um diese Identifikation zu erhöhen, werden sie auch dieselbe Arbeitskleidung wie die ihre Kollegen tragen.

„Für Außenstehende wird es auf den ersten Blick gar nicht feststellbar sein, dass sie nicht zum eigentlichen Krug-Personal gehören“, betonte Liebetrau. Auch wenn es sich im vorliegenden Falle um keine vollständige Inklusion handele, wie sie von der Politik immer wieder gefordert werde, sei es doch ein sehr inklusiver Ansatz, freuten sich auch Roland Wagner und Horst Viehl vom Vorstand des Lebenshilfewerkes.

Für die Betroffenen sei es eine Bereicherung, in einem ganz normalen Betrieb beschäftigt zu sein und dort auch als ganz normale Mitarbeiter anerkannt zu werden, betonte Wagner.

Geleitet wird die Außenarbeitsgruppe von Frank Lattocha, der diese Aufgabe zum 
1. August übernommen hat. Ihm steht ein weiterer Gruppenmitarbeiter zur Seite.

von Sascha Valentin

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