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Kreative Vielfalt fasziniert das Publikum

„Artinea“ im Schloss Rauischholzhausen Kreative Vielfalt fasziniert das Publikum

Zum siebten Mal zog die „Artinea“ am vergangenen Wochenende zahlreiche Besucher ins Schloss Rauischholzhausen. Vom hölzernen Schallplattenspieler bis zur Beton-Kunst: Mit 135 Exponaten demonstrierten rund 50 Aussteller, dass sich Handwerk, Kunst und Design ansehnlich miteinander kombinieren lassen.

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Mehr als 130 Stücke dekorativer Handwerkskunst zeigten die Aussteller am vergangenen Wochenende im Schloss Rauischholzhausen bei der Neuauflage der „Artinea“.

Quelle: Ina Tannert

Rauischholzhausen. Für zwei Tage verwandelte sich das Schloss Rauischholzhausen in eine kreative Ideenfabrik. Werkstoff, Form, Größe und Material waren dabei kaum Grenzen gesetzt. Zahlreiche multifunktionale wie kunstvolle Möbelstücke, kreative Skulpturen, Malerei und Deko-Elemente in allen Formen und Farben füllten den Ausstellungsbereich. Unikate aus Holz, Stein, Metall, Papier, Glas oder Ton – von leichter Papiercollage über Telefonschrank und Tisch-Bett aus Holz bis zumGalgenfenster und eleganten Walnuss-Fahrrad – weckten das Interesse tausender Besucher.

Zahlreiche Mitglieder der Tischler-Innung Marburg, der Schreiner-Innung Biedenkopf, Künstler, Architekten und Designer aus dem gesamten Landkreis und von außerhalb stellten ihre Werke aus. Erstmals unter den Teilnehmern zu finden waren zwei Flüchtlinge aus Ghana und Afghanistan, die sich der Ausstellung mit traditionell hergestellten Werken aus ihren Heimatländern anschlossen. So präsentierte etwa Ebenezer Kobina Aidoo aus Ghana filigrane, nach traditionell afrikanischer Handarbeit geschnitzte Möbel aus Holz.

Zum siebten Mal zog die „Artinea“ zahlreiche Besucher ins Schloss Rauischholzhausen

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Anschaulich zeigten Handwerker wie Künstler, dass sich selbst die normalsten Alltagsgegenstände oder vermeintlich unschöne Materialien wie einfacher Beton, geschliffen und poliert, in ein kreatives, ansehnliches Kunstwerk verwandeln lassen.

„Das Schöne ist das Zusammenspiel“

Eben darum geht es – die Verbindung zwischen Handwerk und Kunst wie der gegenseitige, kreative Austausch stehen im Mittelpunkt der „Artinea“, die alle zwei Jahre als Kooperationsprojekt der Tischler-Innung, Schreiner-Innung und dem Landkreis stattfindet.

Nach mittlerweile 14 Jahren hat sich die Ausstellung entwickelt, Berührungsängste wurden abgebaut, Gemeinsamkeiten aufgebaut – „das Schöne ist dabei das Zusammenspiel, die Werke beeinflussen sich gegenseitig“, lobte der künstlerische Leiter Horst Barthel.

Konnte man vor einigen Jahren noch die Herkunft der einzelnen Exponate erahnen, gestalten sich die Übergänge heute eher fließend. „Früher sah man noch, was der Schreiner und was der Künstler erschaffen hat, heute verschwinden die Grenzen, das Handwerk hat sich entfaltet“, so das Fazit des Designers.

von Ina Tannert

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