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Publikum spendet für Frühchenstation

Benefizkonzert Publikum spendet für Frühchenstation

Was macht man als unmusikalischer Mensch mit einem geerbten Flügel? Man organisiert ein spontanes Benefizkonzert für Kinder – so nutzte Sabine Köhler eine überraschende Erbschaft.

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Spende für Frühchen: Sabine und Thomas Manke (von links), ihre beiden Töchter Elena und Lara und Sabine Köhler übergaben die Spende an Direktor Dr. Rolf Felix Maier.

Quelle: Ina Tannert

Marburg. Sabine Köhler erbte im vergangenen Jahr einen Flügel, spielt selber allerdings nicht Klavier. Für ein privates Konzert suchte sie nach einem Pianisten. „Es wäre doch schade gewesen, wenn der Flügel nicht bespielt wird“, sagte Sabine Köhler. Der Zufall wollte es, dass die Marburgerin auf einem Konzert zur 1200-Jahrfeier von Michelbach auf Chorleiter Thomas Manke traf.

Spontan entstand die Idee, ein Benefizkonzert zu geben – zugunsten von zu früh geborenen Kindern. Beide Töchter der Familie Manke, Elena und Lara, sind Frühchen. Thomas und Melanie Manke erinnern sich noch gut an die Zeit, als sich ihr Leben monatelang zwischen ihrem Zuhause und der Klinik abspielte. „Wir wissen selber, was das bedeutet und auch kostet. Die Station hat sich toll um unsere Kinder ­
gekümmert“, erzählte die zweifache Mutter.

Vor rund 50 Zuhörern traten der Pianist und die Sängerin im Juli in der Wohnung der Initiatorin auf. „Es war richtig schön, die Gäste fanden die Idee toll und haben viel gespendet“, freute sich Sabine Köhler.

Die Spende von 1200 Euro will die Klinik für die Frühchenstation verwenden, etwa für die Ausstattung der Elternzimmer und zur Unterstützung von sozial schwachen Familien. „Es ist wichtig, dass die Eltern ihre Kinder jeden Tag besuchen können“, erklärte Dr. Rolf Felix Maier, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, der die Spende entgegennahm. Das Geld ermögliche die Finanzierung von Bus- oder Zugfahrkarten, „oder auch mal eine Tankfüllung – das können sich manche Familien nicht leisten“.

von Ina Tannert

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