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„Konkurrenzdenken der Städte muss unbedingt aufhören“

Marburg und Mittelhessen „Konkurrenzdenken der Städte muss unbedingt aufhören“

Thorsten Schäfer-Gümbel, Oppositionsführer im hessischen Landtag, sprach beim Wirtschaftsstammtisch des AFK über Marburg und Mittelhessen.

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Thorsten Schäfer-Gümbel sprach beim Wirtschaftsstammtisch des AFK Marburg über Marburg und Mittelhessen.

Quelle: Katharina Kaufmann

Marburg. Mittelhessen fällt zurück im Vergleich zu Nord- und Südhessen.

„Dagegen müssen wir etwas tun – und zwar gemeinsam als Region“, lautete das Fazit Thorsten Schäfer-Gümbels nach gut einer Stunde Rede. „Welche Akzente würden Sie für Marburg und Mittelhessen setzen, wenn Sie Ministerpräsident wären“, war die Frage gewesen, auf die der SPD-Politiker antworten sollte. Am Donnerstagabend war der hessische Oppositionsführer auf Einladung des Arbeitskreises für Kommunal- und Wirtschaftsfragen (AFK) in Marburg zu Gast.

„Das ist keine kleine Herausforderung, die Sie mir da gestellt haben“, sagte Schäfer-Gümbel und begann dann mit seinen Ausführungen.
Er erklärte, dass er eine Umbenennung des Regierungspräsidiums Gießen in Regierungspräsidium Mittelhessen befürworten würde, dass Mittelhessen für ihn immer auch die Region Friedberg und die Wetterau mit einschließe, und dass die Region verbindliche Verabredungen brauche.

„Das Konkurrenzdenken der Städte muss unbedingt aufhören. Klar haben wir drei Oberzentren in Mittelhessen, aber die sollten nicht immer zuerst auf die eigenen Kirchtürme schauen, sondern in der Region Schwerpunkte setzen und miteinander kommunizieren“, sagte der Politiker.

Auch am Regionalmanagement-Verein Mittelhessen übte Schäfer-Gümbel Kritik: Er glaube nicht, „dass wir ein Regionalmanagement brauchen, das sich wie ein Kaffeekränzchen konstituiert“. Vielmehr müsse der Verein von der Industrie- und Handelskammer gelöst und zu einer eigenen Institution mit eigener Struktur werden.

Zum Abschluss wurde Schäfer-Gümbel auch zur Marburger Solarsatzung und zu einer Neuordnung der Kammerbezirke befragt. Während er ersteres für einen guten Ansatz zur Energiewende hielt, erklärte er zu zweiterem: „Es gibt sicherlich bessere Zuschnitte als die bestehenden.“

von Katharina Kaufmann

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