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Koch-Stars zaubern Rezepte zum Feiern

Küchenparty im Rosenpark Koch-Stars zaubern Rezepte zum Feiern

Würstchen war gestern: Auf den Partytellern im Vila Vita Hotel Rosenpark gab‘s Wachtelcrépinette. Klingt nach Luxus - ebenso wie Lax. Aber damit war schlicht Lachs gemeint.

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Sternekoch Kolja Kleeberg (Restaurant Vau in Berlin) hat in Marburg zahlreiche Fans. „Ich komme gern hierher“, sagte er der OP. Am späten Abend legte er die Schürze ab – und rockte mit der Berliner Band „Krüger rockt“.

Quelle: Dennis Siepmann

Marburg. Gleich zwei Päpste mischten sich unter die 320 Gäste der Küchenparty im Vila Vita Rosenpark: „Trüffelpapst“ Ralf Bos (Bos Food Meerbusch) und „Fleischpapst“ Wolfgang Otto (Hofgut Dagobertshausen) gehörten zu den zwölf Spitzenköchen, die im Fünf-Sterne-Hotel „live“ kochten. Keine alltägliche Veranstaltung in Marburg, daher Anlass für ein wenig Klatsch. Der Berliner Sternekoch Kolja Kleeberg servierte Jakobsmuscheln mit geschmortem Tofu und Schwartencrumble. Und weil die Boogie-Woogie-Kultband „Krüger rockt“ nach seinem Geschmack rockte, sang Kleeberg gleich mit. Am späten Abend legte er richtig los - mit dem Singen. „Kleeberg macht supergute Stimmung”, sagte Ruth Kühn.

Smaltalk an den Stehtischen

Ruth und Wolfram Kühn (Werbekreis Kaufpark Wehrda) hatten am Sonntag ebenso wie MTM-Geschäftsführer Klaus Hövel kaum Zeit, um sich für die Party fertig zu machen: Sie waren bis 18 Uhr beim verkaufsoffenen „Marburger Frühling” im Einsatz. Der Frühling, der Wintermärz, war übrigens eines der Topthemen beim Smalltalk an den Stehtischen. Wegen einer winterlichen Erkältung blieb der Chef des Hauses, Dr. Reinfried Pohl, der Veranstaltung fern. Die Unternehmerfamilie wurde von Reinfried Pohl junior, dessen Gattin Dr. Ana Pohl sowie Jaqueline Pohl, Ehefrau von Reinfrieds zweitem Sohn Andreas Pohl, vertreten. Wer meint, Pohls kennen - nach acht Küchenpartys zuvor - alle Köche, irrt. „Ich treffe heute Abend zum ersten Mal Jörg Müller aus Sylt. Obwohl ich schon so oft auf Sylt war, lerne ich ihn nun ausgerechnet in Marburg kennen“, sagte Jaqueline Pohl der OP.

Die Parallelen zwischen Friseuren und Köchen

Viele Gäste betraten in Marburg kulinarisches Neuland. Aus Sylt gab es Wachtelcrépinette mit Perigord-Trüffel-Risotto. Die Namen der Speisen waren eine Kunst für sich. TV-Koch Stefan Marquard - Markenzeichen Kopftuch und Spitzbärtchen - präsentierte „Lax und Lax an Topinambur mit Nham Yhim“ - ganz laienhaft ausgedrückt: Lachshäppchen. Häppchen sind Dr. Holger Thiemanns Sache eigentlich nicht. Der neue UKGM-Geschäftsführer ist Slow-Food-Anhänger. Das, was die Elite der Köche bot, war Slow Food vom Feinsten, so Thiemann. Ganz andere Vergleiche zog der Obermeister der Friseur-Innung Rolph Limbacher: „Die Gastronomie hat viele Parallelen zum Friseurhandwerk”. Um Starfriseure werde genauso ein Wirbel gemacht wie um Starköche. Und: Auch beim Essen werde auf den Service, aufs Äußere geschaut. Das Auge isst mit. Was er von den Frisuren der Gäste hielt, wollte Limbacher nicht verraten. Dabei hatten sich die Damen und Herren doch eigens in Schale geworfen. So mancher Fleck landete zwar im Laufe des Abends auf der Garderobe, aber sonst verlief alles harmonisch, bilanzierte Michael Hamann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Vila Vita Hotels. Sehen und gesehen werden, gehörte neben essen und trinken irgendwie auch zur Party. „Man trifft hier Freunde”, freute sich Apotheker-Sprecherin Dr. Susanne Rück und stieß mit den Medizinern Professor Dieter Hellwig und Dr. Elisabeth List-Hellwig an.

Zum Anstoßen gab es edle Tropfen von Top-Winzern und -Destillerien. Die Weine aus Friaul trafen den Geschmack des Unternehmers Alexander Reichhardt. Seine Frau Nicole hatte ihm zum Geburtstag die Eintrittskarte geschenkt. Ihm Preis inbegriffen waren auch Ideen für die nächste Küchenparty in den eigenen vier Wänden: Servieren Sie doch mal Tartar in einer Eiswaffel oder zaubern Sie aus einem Kartoffelbrei ein getrüffeltes Selleriekartoffelpüree.

von Anna Ntemiris

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