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"Kein Geld geflossen"

DVAG-Einstieg bei DWS "Kein Geld geflossen"

Die Deutsche Vermögensberatungs AG steigt beim Privatkundenfonds-Vertrieb der Deutschen Bank ein, der unter dem Namen DWS bekannt ist.

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Das DVAG-Gebäude in der Bahnhofstraße in Marburg: Der Finanzvertrieb von Dr. Reinfried Pohl steigt bei der Deutsche-Bank-Tochter DeAWM/DWS ein. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die DWS ist die größte deutsche Fondsgesellschaft. Sie ist Teil der Deutschen Asset & Wealth Management (DeAWM) und gehört zur Deutsche-Bank-Gruppe.

Seit vergangener Woche hat auch die Deutsche Vermögensberatungs AG von Unternehmensgründer und Vorstandsvorsitzendem Dr. Reinfried Pohl Anteile an der DWS. Exakt 0,55 Prozent - ein eher symbolischer Wert, der aber die strategische Zusammenarbeit zwischen Deutscher Bank und DVAG ausdrückt.

Seit 2001 arbeiten Deutsche Bank und DVAG auf dem Gebiet des Finanzvertriebs zusammen. Der Branchendienst „Invest Professionell“ erinnerte gestern an den November 2001, als Pohl die Kooperationsvereinbarung mit der Deutschen Bank vor mehreren tausend Vermögensberatern in der Frankfurter Jahrhunderthalle verkündete. Ein Marburger Vermögensberater bekommt noch heute feuchte Augen, wenn er an jene Szene zurückdenkt, in der der damalige Deutsche Bank-Chef Rolf Breuer auf die Bühne kam und die Vermögensberater mit „liebe Kolleginnen und Kollegen“ anredete. Der Saal tobte damals. Seither bezeichnet sich die DVAG auch als „mobiler Vertrieb der Deutschen Bank“.

DVAG betreut Deutsche-Bank-Fonds

Ausdruck der engen Zusammenarbeit zwischen DVAG und der Deutschen Bank samt ihrer Tochterfirmen ist auch, dass Breuer und Deutsche-Bank-Vorstandsmitglied Rainer Neske im Beirat der DVAG sitzen, gemeinsam mit dem Beiratsvorsitzenden, Altbundeskanzler Helmut Kohl, oder dem früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger.

DVAG-Sprecherin Natalia Rottmann bestätigte am Mittwoch auf Anfrage dieser Zeitung den Einstieg der DVAG bei DWS, wollte darüber hinaus aber keine weiteren Einzelheiten bekannt geben. DWS-Sprecher Frank Bremser gab auf Nachfrage noch bekannt, dass kein Geld geflossen sei. Bremser ergänzte, der Einstieg der DVAG bei der DWS habe „keinerlei Auswirkungen auf das Geschäft oder die Strategie der DeAWM/DWS.“

Wie wichtig die DVAG aber für die Deutsche-Bank-Tochter ist, macht folgende Zahl deutlich:

„Invest Professionell“ zitiert den Geschäftsbericht der DeAWM, wonach die DVAG mehr als 5 Prozent des gesamten Bestandes betreut, den die Deutsche-Bank-Gruppe in Wertpapier-Publikumsfonds verwaltet.

von Till Conrad

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