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„Kaum noch schlachtfähige Tiere“

Fleischer „Kaum noch schlachtfähige Tiere“

Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Fleischerinnung Marburg standen neben der Vorstandswahl Fachvorträge zur Energieeinsparung.

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Der fast komplette Vorstand der Fleischerinnung Marburg mit dem Obermeister Hermann Rhiel (3. von links).Foto: Klaus Böttcher

Kirchhain. Der alte und neue Innungsobermeister Hermann Rhiel ging in seiner Begrüßungsrede auf Probleme und Neuerungen ein, die später noch ausgedehnt diskutiert wurden.

„Im vergangenen Jahr hatten wir Schweine- und Rinderpreise in noch nie dagewesener Höhe“, betonte er und wies darauf hin, dass es sich mit den Energiepreisen ebenso verhalte.

„Aus diesem Grund war eine Preisanpassung unabdingbar, um zum einen die Existenz unserer Betriebe zu sichern und zum anderen die gute Qualität unserer Produkte aufrechtzuerhalten“, stellte Rhiel fest.

Große Probleme bereite weiterhin der Gesetzgeber, meinte er und führte als Beispiel die Mehrwertsteuer an. Dort gebe es immer noch keine Neuregelung. Im Imbissbereich wird der Verzehr im Sitzen mit 19 Prozent und im Stehen oder außer Haus mit 7 Prozent besteuert.

Rhiel ging außerdem auf Tierschutz, Tierschlachtverordnung, Herkunftskennzeichnung, Hygienekontrolle oder Etikettierung ein.

Das Problem des Mangels an Rindfleisch bereite den Fleischern besonders große Sorgen. Den Grund sieht Rhiel in der Entstehung der vielen BiogasAnlagen, durch die die Rinderhaltung gesunken sei. Es werde weniger Futter angebaut, dafür aber Pflanzen für die BiogasAnlagen.

„Wir bekommen kaum noch schachtfähige Tiere“, wetterte der Obermeister und erklärte, dass sich der Einkaufspreis für Schlachtbullen um 40 Prozent erhöht habe.

Die Marburger Fleischerinnung ist stets um die Weiterbildung und Information der Mitglieder bemüht. Das wurde durch zwei Vorträge bei der Jahreshauptversammlung einmal mehr deutlich.

Axel Nolten vom Deutschen Fleischerverband referierte zum Thema „Energiekosten senken“. Er erhärtete seine Ausführungen durch praktische Beispiele und bot zudem die Beratungsleistungen des Fleischerverbandes an.

Der Vortrag von Robert Spinnen von der Firma Wattline zielte in die gleiche Richtung. Auch bei ihm ging es um die Kostensenkung bei Strom und Gas. Sie bieten interessierten Metzgern einen Vergleich zum bisherigen Anbieter und anderen Anbietern an.von Klaus Böttcher

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