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Jugendliche absolvieren „Check-In“

Aktionstag der Arbeitsagentur Jugendliche absolvieren „Check-In“

Rund 110 Jugendliche nahmen jüngst an der Aktion „Check-In“ zur Berufsberatung und Ausbildungsvermittlung der Arbeitsagentur teil – um den passenden Beruf zu finden.

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Zahlreiche junge Leute nutzten die Aktion „Check-In“, um sich – wie hier von Marion Guder – rund um die Ausbildung beraten zu lassen.

Quelle: Benjamin Kaiser

Marburg. Den Begriff „Check-In“ kennt man gewöhnlich im Zusammenhang mit Flughäfen. Allerdings wollten die Jugendlichen, die sich jüngst in der Agentur für Arbeit Marburg einfanden, keineswegs verreisen. Ganz im Gegenteil: Sie nahmen an der dreimal im Jahr stattfindenden Aktion „Check-In“ teil, die sich an junge Menschen richtet, um ihre berufliche Zukunft in die Hand zu nehmen.

Die Betriebe im Landkreis suchen auch dieses Jahr nach jungen, qualifizierten Leuten für rund 130 verschiedene Ausbildungsberufe. Rund 600 Ausbildungsstellen sind in diesem Jahr noch zu besetzen. Bedarf, der gedeckt werden will. „Check-In“ solle unter anderem den Kontakt zwischen Ausbildungsplatzsuchenden und Betrieben intensivieren, so Agenturleiter Volker Breustedt.

Breustedt hat dabei beide „Marktseiten“ im Fokus: Die Unternehmensseite ebenso wie die der Bewerber. „Wir erleben es immer wieder, dass bei Jugendlichen genaue Informationen über Berufe und deren Entwicklungsperspektiven fehlen“, sagt er – oft sei dies auch bei den Eltern der Fall. Es sei wichtig, „den Blick auch auf alternative Berufe zu richten. Und das soll schon in der Schule geschehen, lange bevor das letzte Zeugnis geschrieben wird“.

Die Berufsberater seien durch ihre regelmäßige Präsenz nah dran an den zukünftigen Schulabsolventen. Dadurch würden Ideen angestoßen, „was junge Leute jenseits ihres ersten Berufswunsches noch so alles machen können“, erläutert der Agenturleiter.

Berater kennen die Betriebe

Was konkret geboten wird? Beratung zur beruflichen Orientierung, direkte Ausbildungsstellenvermittlung sowie detaillierte Informationen zu den Stellenangeboten. Wer meint, dass dies ohnehin die Aufgaben einer Agentur für Arbeit sind, hat Recht. „Check-In“ sei ein zusätzlicher Anlauf, um jungen Menschen bei der Zukunftsplanung zu helfen, so Breustedt. Natürlich laufe das ständige Beratungs- und Vermittlungsangebot weiter. Der Vorteil der angehenden Bewerber: Die Berufsberater und Ausbildungsstellenvermittler kennen die Ausbildungsbetriebe in der Region und wissen, worauf Wert gelegt wird.

Vor wenigen Wochen erhielten die Schüler Hessens Halbjahreszeugnisse. Für die Arbeitsagentur ein idealer Anknüpfungspunkt: „Das ist ein Zeitpunkt, an dem man sich konkret Gedanken über die eigene Zukunft macht. Insbesondere für junge Menschen, deren Schullaufbahn sich dem Ende neigt“, sagte Breustedt, der sich über die gute Resonanz bei den Jugendlichen freute.

Zum „Check-In“ waren die Eltern ebenfalls eingeladen. „Es ist natürlich so, dass die Eltern-Kind-Beziehung immer noch ein entscheidender Faktor für den beruflichen Lebensweg eines jungen Menschen darstellt“, erklärte Walter Horn, Teamleiter beim Arbeitgeberservice der Hauptagentur in Marburg. Hinzu käme, dass die Eltern zumeist einen guten Überblick über Stärken und Schwächen ihres Kindes hätten, was die Suche nach einer geeigneten Ausbildungsstelle erleichtern könne.

Wer beim „Check-In“ erfolgreich war, konnte konkret mit einer Adresse vom Ausbildungsbetrieb in der Hand nach Hause gehen, dann hieß es: „Jetzt ist Bewerben angesagt.“ Jugendliche, die noch nicht „eingecheckt“ haben und noch einen Ausbildungsplatz suchen, können sich unter der Telefonnummer 0 64 21 / 60 52 12 bei der Arbeitsagentur informieren.

von Benjamin Kaiser

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