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Johanna Burk findet „die gute Form“

Gesellenprüfungen Johanna Burk findet „die gute Form“

Grund zum Feiern hatten am Freitag die neun Tischlerlehrlinge, die ihre Gesellenprüfungen erfolgreich bestanden haben.

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Die neun Lehrlinge der Marburger Innung freuen sich über ihren Gesellenbrief. Die preisgekrönten Gesellenstücke fertigten Johanna Burk (Platz 1, oben rechts), Lukas Rühl (Platz 2, unten rechts) und Marco Kräling (3. Platz, oben links) an.

Quelle: Melanie Schneider

Marburg. Im 2. Obergeschoss des Kino Cineplex in Marburg stellten sie ihre Gesellenstücke aus und erhielten ihre Zeugnisse. Heiko Weber von der Tischlerinnung Marburg lobte die guten Ergebnisse und besonderen Leistungen der Auszubildenden.

Dies betonte auch Klassenlehrer Thomas Walther, der allen einen guten Start ins Berufsleben wünschte. In drei Jahren Ausbildungszeit hätten die Lehrlinge in den Betrieben sowie in der Schule eine gute Qualifikation erworben. „Die Leistung stimmt, um sich auf dem Arbeitsmarkt auf eine Stelle zu bewerben“, freute sich Weber.

Ihre Gesellenstücke fertigten die angehenden Tischlergesellen in 100 Arbeitsstunden. Auswahl der Materialien, fachgerechte Be- und Verarbeitung sowie die Gestaltung und Funktionalität des Möbelstückes wurden vom Prüfungsausschuss genau unter die Lupe genommen und bewertet.

Einige der frischgebackenen Gesellen haben bereits einen Arbeitgeber gefunden, andere sind noch auf der Suche oder wollen nach der Lehre ein Studium beginnen. So hat es auch die einzige Frau unter den Prüflingen geplant, die als Innungsbeste ihre Lehrjahre abschloss. Johanna Burk, die 20-jährige zierliche Frau aus Lohra, setzte sich im Betrieb von Matthias Eidam in Lohra wie auch bei ihren männlichen Mitstreitern durch.

Sie demonstrierte, dass eine Frau in diesem Beruf sehr erfolgreich sein kann und nahm zusätzlich den von der Jury ausgelobten 1. Preis für „Die Gute Form“ mit nach Hause. Die große Überraschung über die Auszeichnungen war ihr anzumerken:

„Damit habe ich nicht gerechnet“, bekannte die 20-Jährige mit Tränen der Rührung in den Augen. Die männlichen Kollegen gratulierten mit großem Beifall. Mit dem Fachabitur und dem Gesellenbrief in der Tasche strebt Johanna ein Studium zur Bautechnikerin an.

Den 2. Preis erhielt Lukas Rühl, der im Betrieb von Hans-Jürgen Grebe in Weimar ausgebildet wurde. Für Marco Kräling, der bei der Firma Fus & Sohn in Kirchhain gelernt hat, reichte es zum 3. Platz. Zahlreiche Besucher haben die Ausstellung der Gesellenstücke am Wochenende im Kino Cineplex besucht.

von Melanie Schneider

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