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Jobgarantie bei Siemens gilt auch 2013

Labordiagnostik Jobgarantie bei Siemens gilt auch 2013

Gerüchte, wonach bei Siemens in Marburg Stellen wegfallen sollen, dementierte ein Sprecher. Das Unternehmen hält sich bei der Frage nach Altersteilzeit oder Ersatzstellen an anderen Standorten bedeckt.

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Der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Peter Löscher, gibt die Richtung vor: Mehr als sechs Milliarden Euro sollen eingespart werden. Archivfoto

Quelle: Tobias Hase

Marburg. Verspätete Lieferung von ICE-Zügen, umstrittenes Sparprogramm in Höhe von sechs Milliarden Euro, Ausstieg aus dem Solargeschäft: Siemens ist deutschlandweit in den Schlagzeilen. Die „Wirtschaftswoche“ rätselt in dieser Woche: „Wie lange bleibt Peter Löscher noch Vorstandschef?“.

Die Meldungen verfolgen auch die Beschäftigten von Siemens Healthcare Diagnostics Products GmbH in Marburg. Einzelne Mitarbeiter erfuhren nach Informationen der OP von Umstrukturierungen oder Stellenabbau. Es gibt Gerüchte, wonach es im kommenden Jahr zu Einschnitten im Personal im größeren Umfang kommen könnte.

„So sozialverträglich wie möglich“

Das dementierte ein Konzern-Sprecher auf Anfrage der OP. Das Unternehmen stehe zu seiner Zusage, „Stellenanpassungen so sozialverträglich wie möglich zu lösen“. Der Pressesprecher verwies auf die unbefristete Vereinbarung aus dem Jahr 2010 zur künftigen Strukturänderungen in Deutschland, die der Siemens Konzern mit dem Gesamtbetriebsrat und der IG Metall geschlossen habe. Damals wurde eine Standort- und Beschäftigungssicherung ausgesprochen, die weiterhin gelte.

An dem „sehr großen Standort in Marburg werden in den nächsten anderthalb Jahren Stellen in der Labordiagnostik nur in sehr geringem Umfang wegfallen“. Der Unternehmenssprecher bestätigte, dass Mitarbeitern in diesem Zusammenhang auch Vorruhestands- und Altersteilzeitangebote gemacht würden. Wie viele Mitarbeiter von fast tausend betroffen sind, konnte der Sprecher nicht sagen, aber: „Es handelt sich um eine niedrige zweistellige Zahl“. Zu den geplanten Maßnahmen stehe man in engem Kontakt mit den Arbeitnehmervertretern.

Im Februar hatte Siemens in Marburg erklärt, eine Serie neuartiger Diagnostikgeräte zu erproben und weiterzuentwickeln. In den nächsten zwei Jahren werde mit dieser Spitzenforschung der Gerinnungsmarkt revolutioniert, hieß es. Mit dem Kauf der amerikanischen Dade Behring übernahm Siemens 2007 eine der weltweit führenden klinischen Labordiagnostik-Anbieter. Heute wird dieser Kauf als verschätztes Handeln betrachtet. Vor zwei Jahren musste Siemens schließlich 1,1 Milliarden Euro auf Dade Behring abschreiben.

von Anna Ntemiris

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