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Italiener stoppen vorsorglich Grippe-Impfstoff

Novartis Italiener stoppen vorsorglich Grippe-Impfstoff

Nach ungeklärten Todesfällen hat die italienische Arzneimittelbehörde zwei Chargen des Grippe-Impfstoffs Fluad gesperrt. Das Arzneimittel ist seit 1997 auf dem Markt.

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Ein Arzt verabreicht eine Grippeimpfung. Italien hat die Auslieferung von zwei Chargen der Grippeimpfstoffe des Pharmakonzerns Novartis gestoppt – eine reine Vorsichtsmaßnahme. Foto: dpa

Quelle: Florian Schuh

Marburg. Italienischen Medienberichten starben im Süden von Italien zwei Frauen und ein Mann im Alter zwischen 69 und 87 Jahren, nachdem sie mit dem Novartis-Mittel gegen Grippe geimpft worden waren. Ein 92-jähriger Mann liege in lebensbedrohlichem Zustand im Krankenhaus. Der Schweizer Pharmakonzern Novartis bestätigte die Sperrung von zwei Impfstoff-Chargen. Bislang sei der Zusammenhang zwischen dem Mittel und den Todesfällen aber nicht nachgewiesen.

Die gesperrten Chargen wurden in Italien produziert und nur dort verbreitet.

Speziell für ältere Menschen entwickelt

Am Novartis-Standort in Marburg wurde und wird der im Grippe-Impfstoff verwendete Wirkverstärker MF59 hergestellt. Eine Untersuchung des Stoffs habe ergeben, dass dieser allen Produktions- und Qualitätsvorgaben entsprochen habe. Die Mitarbeiter in Marburg sowie im italienischen Siena seien über die Vorfälle und Vorsichtsmaßnahmen informiert worden.

Fluad wurde speziell für ältere Menschen entwickelt und ist schon vergleichsweise lange auf dem Markt: Er wurde 1997 zugelassen und hat ein robustes Sicherheitsprofil, erklärte der Marburger Novartis-Sprecher Dr. Volker Husslein.

Fluad wurde laut Unternehmen in klinischen Studien mit mehr als 70000 Patienten getestet, mehr als 65 Millionen Dosen des Impfstoffs wurden bisher verbreitet.

von Anna Ntemiris

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