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In der Region Zeichen gesetzt

IHK-Hauptgeschäftsführer In der Region Zeichen gesetzt

Zum Jahresende verabschiedet sich der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg nach 20 Jahren in den ­Ruhestand. Nachfolgerin ist Sybille von Obernitz.

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Dr. Walter Lohmeier geht in den Ruhestand.

Quelle: Lantelmé

Kassel. Seit 1995 hat sich Dr. Walter Lohmeier für die Entwicklung der regionalen Wirtschaft eingesetzt. Sein Ziel war es, den Strukturwandel erfolgreich voranzutreiben. Arbeitsschwerpunkte waren dabei die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur, unter anderem durch den Bau des Airport Kassel-Calden, den Weiterbau von A 49 und A 44, die enge Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft sowie die Internationalisierung der Wirtschaft.

„Als ich vor zwanzig Jahren nach Kassel kam, dachte ich: Hier kannst Du was bewegen“, sagt der promovierte Diplom-Ökonom. Damals sei trotz Wiedervereinigung noch wenig Selbstvertrauen zu spüren gewesen, doch: „Die Region ist zu einem Gewinner der Globalisierung geworden.“ Die Arbeitslosenzahl habe sich halbiert, das Bruttosozialprodukt verdoppelt, die Exportquote fast vervierfacht: „Ich bin stolz darauf, dass ich mit der IHK Kassel-Marburg einen deutlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Stärke unserer Region leisten konnte.“

Die IHK betrachtet Lohmeier als wichtige Solidargemeinschaft für die Wirtschaft. Sein Bestreben sei stets gewesen, sie zu stärken – deshalb führte für ihn kein Weg an der Regionalisierung vorbei: „Für mich bedeutet das ein hohes Maß an Identifikation.“ Die Einführung der Regionalausschüsse und Servicezentren in den sechs Landkreisen des IHK-Bezirks Kassel-Marburg hat er vorangetrieben. Ebenso die Verankerung von Kassel und Marburg im Namen der IHK: „Als ich kam hieß es, die Idee ist gut, können Sie aber nicht durchsetzen. Letztlich ging es doch“, schildert er.

Lohmeier wurde am 10. Juni 1951 in Göttingen geboren, wuchs in Beverungen auf und machte 1970 in Paderborn das Abitur. Das Studium der Betriebs- und Volkswirtschaft absolvierte er in Marburg und Bochum, wo er an der Ruhr-Universität promovierte. Schon in den 1970er-Jahren drehte sich seine Forschungstätigkeit um den regionalen Strukturwandel und wie man darauf Einfluss nehmen kann.

Neben der IHK war Lohmeier unter anderem aktiv als Vorsitzender des Gesellschaftsrates der Fördergesellschaft für innovative Dienstleistungen (FiDT) in Kassel, im Vorstand der Innovations- und Technologieberatung Hessen, als Vorstand von Pro Nordhessen sowie als Vorsitzender des Aufsichtsrates des Regionalmanagements Nordhessen.

In Kassel hat Lohmeier seine Heimat gefunden. „Die zentrale Lage, der kulturelle und landschaftliche Reichtum machen den Reiz der Region aus,“ sagte der verheiratete Vater von zwei erwachsenen Kindern und Großvater von drei Enkeln.

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