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In Stoßzeiten wird es voll

Busfahrer streiken In Stoßzeiten wird es voll

Der Elternbeirat der Stadt Marburg zeigt sich „bei allem Verständnis für den Streik“ empört darüber, dass dieser „ausgerechnet auf den Schulanfang fällt“. Taxiunternehmen und Carsharing-Anbieter stellen sich derweil auf deutlich mehr Kundschaft ein.

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Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die Busfahrer streiken. Verärgerte Marburger Eltern halten es für „unzumutbar, vor allem Grundschulkinder bei diesen eisigen Temperaturen und gefährlichen Bedingungen dazu zu zwingen, zu Fuß in die Schulen zu kommen“. Eltern, die kurzfristig keinen Urlaub bekämen, seien genötigt „von heute auf morgen Elterntaxis zu organisieren“.

Während Eltern sich über den Zeitpunkt des Busfahrer-Streiks pünktlich zum Schulauftakt nach den Weihnachtsferien ärgern, erwarten Taxibetreiber ein ­erhöhtes Fahrgastaufkommen.

„Wir sind darauf eingestellt“, sagt Lydia Brunett vom Taxiunternehmen „Taxiruf Wehrda“. „Wir können alle Autos einsetzen, die wir zur Verfügung haben“. Dennoch komme die ­Kapazität in den Stoßzeiten an Grenzen. „Wir haben ja schon den normalen Betrieb, mit dem wir sonst ausgelastet sind. Was zusätzlich anfällt, muss man dann eben noch irgendwie mitmachen“. Längere Wartezeiten seien möglich.

„Mehr als fahren können wir nicht“, so Brunett. „Normalerweise stellen sich die Leute aber darauf ein, wenn es so lange vorher feststeht“. Sie rechnet nicht mit einem übermäßig hohen Aufkommen an Fahrgästen. Stattdessen „sind dann eben viele Pkw unterwegs“.

Einige dieser Pkws werden vermutlich aus dem Carsharing stammen. „Wir rechnen auf ­jeden Fall mit mehr Kunden“, sagt ein Sprecher der Deutschen Bahn, der für die Carsharing-Tochter „Flinkster“ zuständig ist. Mehr Autos könne das Unternehmen aber nicht zur Verfügung stellen, da es nur eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen für das „stationsbasierte Carsharing-Konzept“ gebe.

Viele Menschen bleibt somit wohl einzig die Hoffnung darauf, Fahrgemeinschaften gründen zu können.

von Peter Gassner

 
 
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Pünktlich zum Start an der Philipps-Universität und der Schulen nach den Weihnachtsferien, kommt es ab Montag zu einem unbefristeten Streik der Busfahrer.

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