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Impfstoff aus Marburg steigert Bilanz

Pharmakonzern Novartis Impfstoff aus Marburg steigert Bilanz

Der Marburger Standort des Pharmakonzerns ­Novartis hat maßgeblich zu dem guten Jahresergebnis 2010 beigetragen. Das teilte das Unternehmen auf Nachfrage der OP am Freitag mit.

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Der H1N1-Impfstoff von Novartis aus Marburg hat unter anderem zur guten Geschäftsentwicklung bei Novartis beigetragen.

Quelle: Novartis

Basel. Vor allem die gestiegene Nachfrage nach neuen Produkten hat die Geschäfte beim Schweizer Pharmakonzern No­vartis im Jahr 2010 kräftig brummen lassen.

Der Reingewinn erhöhte sich um 18 Prozent auf knapp 10 Milliarden Dollar. Das entspricht rund 7,3 Milliarden Euro, berichtete die Geschäftsführung des Pharmakonzerns am Donnerstag in Basel. Das operative Ergebnis sei um 15 Prozent auf 11,5 Milliarden Dollar gestiegen, der Umsatz habe sich um 14 Prozent auf 50,6 Milliarden Dollar erhöht. Für das Geschäftsjahr 2010 kündigte zudem das Unternehmen die 14. Dividendenerhöhung in Folge an.

Der Marburger Betriebsteil, die Novartis Vaccines and Diagnos­tics GmbH & Co. KG, habe vor allem als wichtiger Erfolgsfaktor in der Impfstoffdivision zu dem guten Jahresergebnis beigetragen. Maßgeblich waren die Impfstoffe gegen das H1N1-Virus, berichtete das Unternehmen auf Nachfrage der OP. Aus Marburg stammt dabei der H1N1-Impfstoff Celtura.

„Novartis hat 2010 hervorragende Ergebnisse erzielt, wobei alle Sparten zu dem Wachstum über dem Marktdurchschnitt beigetragen haben“, sagte der seit einem Jahr amtierende Konzernchef Joseph Jimenez. In der Pharma-Sparte, dem größten Standbein, wurde mit jüngst eingeführten Produkten ein Umsatz von 10,4 Milliarden erwirtschaftet, das entspricht 21 Prozent des Konzern-Umsatzes. Im Jahr 2011 soll dort der Erlös im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich steigen und damit weniger stark als im Vorjahr, so Jimenez.

Novartis ist nach eigenen Angaben der führende Spezialist im Bereich von Influenza- und FSME-Impfstoffen in Deutschland. Am Standort Marburg werden von rund 1­.200 Mitarbeitern neben Grippe- und FSME-Impfstoffen auch Impfstoffe gegen Diphtherie, Tetanus und Tollwut hergestellt.

von Katharina Kaufmann
und unserer Agentur

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