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„Immenser Zuwachs“ bei Eigenstrom

Stadtwerke „Immenser Zuwachs“ bei Eigenstrom

Die Energiewende ist ein allseits präsentes Thema und der Stromanteil aus erneuerbaren Energien soll weiterhin steigen. Positive Nachrichten kommen in diesem Kontext von den Stadtwerken.

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Auf Photovoltaik-Anlagen bei Privatkunden entfallen rund 4,4 Millionen Kilowattstunden der Eigenstromerzeugung durch die Stadtwerke Marburg.

Quelle: Archivfoto

Marburg. Knapp ein Viertel des in Marburg verbrauchten Stroms wird vor Ort erzeugt - dies zeigen die Zahlen der Stadtwerke zur Eigenstromerzeugung im vergangenen Jahr. Damit erreicht der lokale Energieversorger einen um 25 Prozent höheren Anteil als noch im Jahr 2012 und somit einen neuen Höchststand. Es könne dementsprechend von einem „immensen Zuwachs“ gesprochen werden, so Stadtwerke-Geschäftsführer Norbert Schüren, der das Lob gleich weitergibt: „Das gute Ergebnis haben wir vor allem unseren Kunden zu verdanken.“ Unter anderem hätten diese durch ihre Beteiligung am CO2-Sparbrief einen Beitrag zum Ausbau geleistet.

Insgesamt haben die Stadtwerke 2013 rund 23 Millionen Kilowattstunden mit ihren eigenen Anlagen produziert, etwa 4,4 Millionen Kilowattstunden entfallen zudem auf Photovoltaik-Anlagen, die von Kunden betrieben werden.

Die von den Solaranlagen erzeugte Energie wird ebenfalls in das Stromnetz der Stadtwerke eingespeist. Von den insgesamt circa 27,4 Millionen Kilowattstunden fallen dabei 11,1 Kilowattstunden unter das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Diese setzen sich aus 4 Millionen Kilowattstunden aus Windenergie, 1,8 Millionen Kilowattstunden aus Biogas und 0,5 Millionen Kilowattstunden durch Wasserkraft sowie dem Solarstrom zusammen. Die 16,2 Millionen Kilowattstunden aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen fallen hingegen nicht unter das Gesetz. Laut Stadtwerke-Sprecher Pascal Barthel seien sie aber ebenfalls „sehr umweltfreundlich“. 9000 Haushalte können die Stadtwerke mit der heimischen Energie beliefern. Das bedeute, „dass wir rund jeden vierten Haushalt komplett mit umweltfreundlichem Strom aus heimischer Erzeugung versorgen können“, so Schüren.

Nachteile gegenüber großen Stromversorgern

Damit liegen die Stadtwerke ungefähr im Bundesdurchschnitt, der bei 23,4 Prozent Strom durch erneuerbare Energien liegt, so die Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Aufschluss über Vergleichszahlen zu anderen Stadtwerken kann der BDEW nicht geben. In den Bundesdurchschnitt sind auch die Anteile der vier großen Energieversorger mit hineingerechnet, die im gesamten Bundesgebiet produzieren können und somit Vorteile bei der Standorterschließung haben. Zudem „haben die Großen deutlich größere Möglichkeiten, zu investieren“, ergänzt Barthel. Daher seien die Stadtwerke stolz, den Bundesdurchschnitt zu erreichen.

Positiv entwickele sich auch der Vertrieb. Etwa 1600 Neukunden haben die Stadtwerke vergangenes Jahr gewonnen und erreichen nun einen Höchstwert von rund 42000 Stromkunden. Die guten Ergebnisse „freuen uns sehr“, sagt Schüren und kündigt an, „weiterhin zuverlässigen sauberen und preiswerten Strom“ zu liefern.

von Peter Gassner

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