Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 5 ° Regen

Navigation:
„Ich habe das Jammern aufgegeben“

Joey Kelly „Ich habe das Jammern aufgegeben“

Zu ihrem 80. Geburtstag hat die Firma Preis sich und ihrer Belegschaft ein Geschenk gemacht und Joey Kelly eingeladen.

Voriger Artikel
Die halbe Million ist längst geknackt
Nächster Artikel
100.000 Euro gehen zurück in den Topf

Über sein extrem bewegtes Leben als Musiker, Manager der Kelly Familiy und Sportler berichtete Joey Kelly im Niederkleiner Bürgerhaus.

Quelle: Alfons Wieber

Niederklein. Joey Kelly, Mitglied der berühmten Musikgruppe „Kelly Family“, war nicht nach Niederklein gekommen, um an die Musik-Erfolge seiner Familie anzuknüpfen. Die Firmenleitung hatte ihn als Musterbeispiel eines Menschen eingeladen, der wiederholt unter Beweis gestellt habe, dass man alles erreichen könne, wenn der Wille nur stark genug sei.

„Seine Motivation, sein Teamgeist und sein zielorientiertes Handeln, Tugenden, die auch in unserer Firma im Vordergrund stehen, waren für uns ein Grund, Joey Kelly einzuladen“, betonte Katja Preis von der Geschäftsleitung.

In seinem Vortrag „No Limits“ berichtete Joey Kelly über sein bewegtes Leben. Dem Publikum zeigte er auf, wie maßgeblich der eigene Wille am Erfolg beteiligt sei. Kelly erinnerte daran, wie die Familie, bestehend aus dem Vater und seinen zwölf Kindern, zunächst in einem alten Bus durch Deutschland getourt war und sich mit Konzerten auf den Marktplätzen größerer Städte ihren Lebensunterhalt verdient hatte. „Mein alleinerziehender Vater hat es geschafft, die Familie zusammenzuhalten und immer an den Erfolg geglaubt“, erinnerte sich Joey Kelly. Dadurch sei auch sein Glaube an den Erfolg geweckt worden, zudem habe der Vater ihn Mut und Ausdauer gelehrt.

Doch neben der Musik hatte Joey eine weitere Leidenschaft gepackt. Er vollbringt sportliche Höchstleistungen. Nach einem ersten misslungenen Triathlonversuch hatte ihn der Ehrgeiz gepackt - den nächsten hatte er dann mit gebrochenem Schlüsselbein durchgestanden. Seine dafür notwendigen Trainingseinheiten hatte er meist nach den Konzerten in vielen Großstädten der Welt absolviert. „Um das durchzustehen braucht man viel Mut und Ausdauer. Durch den Sport bin ich wach geworden“, bekannte Kelly. Acht Ironman-Triathlons in zwölf Monaten, das habe niemand vor ihm geschafft. Und unmittelbar nach einem Ironman ein Konzert im Münchner Olympiastadion zu geben wohl auch nicht. „Ich habe das Jammern eingestellt“, erzählte er, als er bei seinem Sahara-Wüstenlauf weitergelaufen war, obwohl ihm sein Körper zu verstehen gegeben hatte, aufzugeben.

Im anderen Extrem war er mit seinem Team, dabei auch Markus Lanz, bei Temperaturen von bis zu -40 Grad in 10 Tagen und 21 Stunden die 400 Kilometer zum Südpol gelaufen.

Bei seinem Deutschlandmarsch war er ohne Hilfsmittel, Geld und Nahrung von der Nordsee bis zur Zugspitze gelaufen, hatte draußen übernachtet und sich von dem, was die Natur bot, ernährt. Nach 18 Tagen, rund einer Million Schritten und dem Verlust von 15 Kilo Körpergewicht war er auf dem Gipfel angekommen.

Diese sportlichen Extremtouren sind für Joey Kelly kein reiner Selbstzweck. Wie er berichtete verbindet er sie immer wieder mit Benefizaktionen.

von Alfons Wieber

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr