Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 2 ° Regen

Navigation:
IG Metall macht weiter Druck

Warnstreik IG Metall macht weiter Druck

In Stadtallendorf gingen am Dienstag erneut rund 500 Beschäftigte auf die Straße, um im Tarifstreit der IG Metall für ihre Forderungen zu demonstrieren.

Voriger Artikel
Erneuter Warnstreik
Nächster Artikel
Würfelspiele und Geburtstagsrätsel

Am Dienstag zogen wieder rund 500 Metaller der Firmen Winter und Federal Mogul Deva durch Stadtallendorf.

Quelle: Andreas Schmidt

Stadtallendorf. Bereits in der vergangenen Woche hatten sich die Mitarbeiter der Eisengießerei Fritz Winter und des Gleit- und Wälzlagerherstellers Federal Mogul Deva an den Warnstreiks der Gewerkschaft beteiligt. Am Montag waren die Gespräche zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern im Bezirk Bayern in dritter Verhandlungsrunde wieder aufgenommen worden – um nach kurzer Zeit ergebnislos abgebrochen zu werden.

Die Gewerkschaft fordert für die 3,7 Millionen Beschäftigten der Branche einen erweiterten Zugang zur Altersteilzeit, eine bezuschusste Weiterbildungs-Teilzeit sowie ein Gehaltsplus von 5,5 Prozent. Die Arbeitgeber hatten bisher 2,2 Prozent mehr Geld geboten.

Für den Bezirk Mitte steht diesen Mittwoch der Beginn der dritten Verhandlungsrunde an – ebenso wie im Bezirk Südwest, dem ein Pilotcharakter zukommen könnte. Südwestmetall-Hauptgeschäftsführer Peer-Michael Dick sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Bei Altersteilzeit und Weiterbildung sehen wir Möglichkeiten, unsere Lösungsansätze zu konkretisieren.“ Details nannte er vor dem Treffen mit der IG Metall diesen Mittwoch in Sindelfingen allerdings nicht.

Warnstreik der IG Metall in Stadtallendorf am Dienstag, 10. Februar

Zur Bildergalerie

Stefan Sachs, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Mittelhessen, sagte bei der Neuauflage der Warnstreiks am Dienstag, dass vonseiten der Arbeitgeber „deutlich nachgelegt“ werden müsse. Er begrüßte zwar, dass „Bewegung bei unseren weiteren Forderungen“ signalisiert worden sei, dennoch halte die Gewerkschaft auch an dem geforderten Lohnplus fest. Dies sei – auch vor dem Hintergrund der allseits gepriesenen Konjunktur- und Export-Stärke Deutschlands – absolut legitim.

Daher zogen die Metaller am Dienstag wieder lautstark durch Stadtallendorf, um nicht nur vor den Werkstoren ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. „Wenn wir mehr Geld verdienen, geht es auch euch besser – denn dann können wir mehr ausgeben“, riefen sie beispielsweise den Geschäftsleuten in der Niederkleiner Straße zu, die das Treiben der Streikenden beobachteten.

„Angefeuert“ wurden die Streikenden auch immer wieder von Lastwagen, die quasi „Beifall“ hupten, als sie, ausgebremst von Polizei und Demonstranten, auf die Weiterfahrt warten mussten. Nach dem Marsch durch die Innenstadt sammelten sich die Streikenden auf dem Aufbauplatz zur Abschlusskundgebung bei Musik und Mittagessen.

von Andreas Schmidt

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr