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Humor und Professionalität als Erfolgsrezept

Verkaufstrainer über Umgang mit sozialen Netzwerken Humor und Professionalität als Erfolgsrezept

Zum Thema „Was sich ­junge Unternehmen von Internetplattformen abschauen können“ lud die Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Landkreises Marburg-Biedenkopf Jungunternehmer aus 
der Region ein.

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Buchautor, Unternehmer und erfolgreicher Verkaufstrainer Martin Sänger (rechts) referierte als Gastdozent über die Psychologie hinter der Nutzung von sozialen Netzwerken.

Quelle: Arnd Hartmann

Marburg. „Social Media & Co“ finden nicht mehr nur im Privatleben statt. Unternehmen, Institutionen und politische Öffentlichkeit machen sich die weltweit vernetzte Kommunikation in der digitalen Welt zunutze.

Um jungen Erwerbstätigen 
einen Ausblick auf die erfolgreiche Nutzung dieser Instrumente für die Unternehmensgründung zu geben, lud die Stabsstelle Wirtschaftsförderung zu einem Informationsabend ein.

Über den „intensiven Austausch der Gäste“ durch die Einladung von „exzellenten Vortragsrednern“ erhoffe sich die Stabsstelle, „einen besonderen Output“ anbieten zu können, sagte die Qualifizierungsbeauftragte Angela Schmidt.

„Wie kann ich offene Erkenntnisse aus der Onlinewelt in die Realität überführen und im Kundenkontakt nutzbar machen?“ Mit dieser Frage versuchte Verkaufstrainer und 
Autor Martin Sänger die Grenzen zwischen der digitalen und analogen Sphäre aufzubrechen.

„Das Internet ist heute einfach nicht mehr aus dem Geschäftsleben wegzudenken.“ Besonders zeige sich dies in dem mobilen Wandel der Kommunikationsgeräte, die besonders jüngere Menschen ständig nutzen. Den Prozess dieses Phänomens, bei dem jeder nur noch auf seinen fünf Zoll großen Bildschirm sieht, erklärte der Verkaufstrainer mit der Abschottung der eigenen Person im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte.

Austauschbedarf und Aufmerksamkeitsbedürfnis

Die frühere Stammtischgeselligkeit wich der eigenen Abgrenzung, dem sogenannten „Cocooning“. Das hierbei im Laufe der Zeit dennoch nach einer sozialen Komponente von Teilen der Gesellschaft gesucht wurde, nutzten die sozialen Netzwerke aus, um die „Lücken dieser Trendwellen zu schließen“, sagte Sänger. Austauschbedarf und Aufmerksamkeitsbedürfnis stehen deshalb in gleichem Maße für soziale Plattformen im Netz.

Das mithilfe der menschlichen Eigenschaften von Aufmerksamkeit und Geltungsbedürfnis positives Marketing im eigenen Unternehmen betrieben werden kann, erklärte der Referent anhand des Beispiels von „Google Alerts“, einem Dienst der Suchmaschine „Google“, mit dem sich Unternehmer leicht und einfach über die neuesten Netzaktivitäten ihrer Kunden informieren lassen können.

Auch, dass zum geschäftlichen Verkauf aber noch mehr als Bedürfnisbefriedigung und Marktanalyse gehören, erfuhren die Gäste. Auf das „richtige Zuhören im Kundenkontakt“ komme es an, beschrieb Sänger. Ebenso dem Kunden zu zeigen, welche Zertifizierungen und Auszeichnungen das eigene Unternehmen trägt, um eine Vertrauensbasis mit gegenseitiger Empfehlung aufbauen zu können.

Zum Schluss gab Sänger noch einen Tipp: „Unterhalten sie 
ihre Kunden auch online. Humor ist wichtig, aber wahren sie trotzdem ihre Professionalität“.

von Arnd Hartmann

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