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Ohne Sterne und mit weniger Rosen

Hotel Rosenpark Ohne Sterne und mit weniger Rosen

Luxus bietet das Hotel ­Rosenpark auch nach dem Umbau, es lässt sich aber nicht mehr als Sterne-Haus klassifizieren. Hotelchef Simon Hunger setzt auf modernen Komfort statt auf Prunk.

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Hoteldirektor Simon Hunger zeigt das bronzefarben überstrichene Treppengeländer und den neuen Kronleuchter mit Murano-Glas.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Das opulente Treppengeländer mit dem blauen Teppich und den vielen farbigen Röschen: Es dominierte das Bild des Hotel Rosenpark. Wer in die Lobby kam, blickte auf diese Treppe, sah von dort aus aber auch die Restaurant- oder Barbesucher. Das gehört nun zur Vergangenheit des bislang einzigen Fünf-Sterne-Hotels in Marburg.

Das Haus der Vila Vita GmbH, die zur DVAG-Gruppe gehört, ist nach anderthalbjähriger Sanierungszeit komplett erneuert worden. Aus den Appartements sind 194 moderne Zimmer geworden, die Komfort bieten. „Luxus ohne Sterne“, so fasst Hoteldirektor Simon Hunger das Konzept zusammen.

Der Stil ist kaum wiederzuerkennen. Viele Rosen-Elemente, die die Inneneinrichtung prägten, sind verschwunden. Das einst farbige Treppengeländer mit den Rosenmotiven ist bronzefarben überstrichen worden. Die bunten Rosen in der Stuckdecke sind nun weiß. Die große Wendeltreppe führt nur noch vom Erdgeschoss in das Obergeschoss und nicht mehr bis ganz hinab ins Untergeschoss. Eindrucksvolles Schmuckstück im Foyer ist der rund zwölf Meter lange Kronleuchter mit mehr als 100 Murano-Glaskugeln. Glas-Liebhaber wissen: Es handelt sich um edles Material aus Italien.

Die umfangreiche Sanierung des Hotels Rosenpark in Marburg ist fast abgeschlossen. Die Restaurants und der Wellnessbereich werden nach längerer Schließung in Kürze neu eröffnet.

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Die Glaskuppel ist erhalten geblieben, kommt aber nun besser zur Geltung. Klare Formen und Strukturen bestimmen die Einrichtung. Türkis, Rot und Taupe sind die Farben der Sitzgelegenheiten im oberen Stockwerk. Dort können die Hotelgäste frühstücken oder an der Bar einen Drink nehmen. Jaqueline Pohl von der DVAG-Unternehmerfamilie Pohl hat den Einrichtungs-Stil des Hotels ausgewählt, sagt Hunger.

Hier und da werden noch Bilder oder Möbel verrückt, aber bis auf den Wellnessbereich und das Haus 3 sei der Umbau bereits fertig. Ab dem 26. März soll auch das neue Restaurant „Rosenpark“ im Untergeschoss eröffnet werden, dort wo einst das „Rosenkavalier“ war.

In den vergangenen Monaten haben Küchenchef Torben Janssen und sein Team die neue Küche getestet und neue Rezepte kreiert. Das Service-Team war damit beschäftigt herauszufinden, wie viele Schälchen und Teller auf die Tische passen und wie diese platziert werden.

Und: „Vier Rinderrücken lang“ habe man gebraucht, um herauszufinden, wann der Reifeprozess für das regionale Rindfleisch am besten sei: Nach 28 Tagen, so Hunger, der selbst gelernter Koch ist und bis ins Detail das neue Küchen-Konzept erklären kann. Vereinfacht fasst er zusammen: „Wir sind keine Trattoria oder Pizzeria, aber wir bieten mediterrane, vorwiegend italienische Speisen an.“

Chefpatissier Eric Lehr ist für die süßen Spezialitäten zuständig. Die Pizza kommt aus dem Holzofen, das Fleisch aus einem speziellen Ofen, der ein geschlossener Holzkohlegrill ist. Das Restaurant „Zirbelstube“ im Untergeschoss ist von den Sanierungsarbeiten unberührt geblieben und wird deutsche Küche anbieten.

von Anna Ntemiris

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