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„Honigrührmaschine“ ersetzt den Quirl

Projektausstellung „Honigrührmaschine“ ersetzt den Quirl

Beim Tag der Technikerschule an den Beruflichen Schulen Kirchhain (BSK) präsentierten die Absolventen des vierten Semesters ihre Projektarbeiten den Besuchern.

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Christian Dönges (links) und Emanuel Mut haben eine Honigrührmaschine erfunden.

Quelle: Klaus Böttcher

Kirchhain. In den Fluren des Werkstattgebäudes reihte sich Stand an Stand, an denen die Studierenden der Fachrichtungen Maschinenbau und Elektrotechnik ihre Projektergebnisse aufgebaut hatten und nicht müde wurden, den Besuchern ihre Arbeiten zu erklären. Die Besucher waren einerseits Berufsschüler, aber andererseits auch Kooperationspartner, Eltern, Freunde oder Interessierte.

Christian Dönges und Emanuel Mut studieren Maschinenbau und haben eine Honigrührmaschine entwickelt. Einer ihrer Ausbilder sei Imker – und der rührte den Honig noch mit einem in die Bohrmaschine eingespannten Quirl, berichten die Studierenden.

Sie hätten nachgedacht und immer neue Ideen zu dem Thema entwickelt. Herausgekommen ist bei der Entwicklung ein fahrbares Gerüst, auf das sie einen 350-Watt-Elektromotor gebaut haben. Dieser ist an ein Winkelgetriebe angeflanscht, aus dem die Welle senkrecht nach unten geht, die das Rührwerkzeug aufnimmt.

Projekt hilft bei Zukunftsplänen

„Unsere Aufgabe bestand darin, in kleinen Gruppen in einer gewissen Zeit etwas zu entwickeln“, erzählt Christian Dönges die Aufgabenstellung. Sie haben ihre Honigrührmaschine so weit entwickelt, dass sie nach ihren Unterlagen und Plänen nun gebaut werden kann.

Clemens Dörr und Mark Hasselbach erklärten, wie sie eine Sondermaschine der Firma Hoppe aufbauten und programmierten, die nun zum automatischen Ausklinken von Bügelgriffstützen geeignet ist. Durch die Projektarbeit könne er sich auch vorstellen, zukünftig im Bereich Programmierung tätig zu sein, sagt Mark Hasselbach.

Christoph Witzel optimierte bei Boida Kunststofftechnik in Langgöns den Prozess der Lichtleiterherstellung. Durch einen Werkzeugumbau und die Konstruktion einer Abtrennvorrichtung kommt es mit seiner Entwicklung sowohl zur Kosten- als auch Zeitersparnis.

Die Studierenden Jens Fischer und Benjamin Korales nahmen einen Steuerungsumbau an einer Formanlage der Firma Heinrich Wagner Sinto Maschinenfabrik in Bad Laasphe vor.

Studierende begleiten Projekte bis zur Vollendung

Neben dem Einholen von Angeboten für die auszutauschenden Komponenten erstellten sie einen Zeitplan, kalkulierten die nötigen Arbeitsstunden, passten die Programmierung an und nahmen einen Testlauf vor. Auch beim Umrüsten der Maschine und bei deren Inbetriebnahme waren sie dabei.

Die Besucher konnten neben den Projektvorstellungen interessante Einblicke in wichtige Studieninhalte beider Fachrichtungen gewinnen: Die Studierenden des zweiten Semesters der Fachrichtung Elektrotechnik erklärten, wie automatisierte Anlagen und Roboter programmiert werden. Außerdem zeigten Studierende der Fachrichtung Maschinentechnik, wie mechanische Komponenten konstruiert, berechnet und mit Hilfe eines CAD-Systems dreidimensional dargestellt werden.

von Klaus Böttcher

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